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nährt, welche den Gegnern bisher zu ihren Fortschritten geholfenhaben. Kommt es zu einer Verwandlung der provinzialständischcnin eine konstitutionelle Verfassung, welche den Namen nur entferntverdient, so ist die Sache sogleich entschieden. Dann wird der ge-summte Bürgerstand in politische Thätigkeit versetzt, und über dasVerhältniß zur Fcudalpartci keine Täuschung mehr möglich sein.Sollte dies aber in der nächsten Zeit noch nicht erreicht werden, sogäbe es für die Cvnstitntionellcn keinen gefährlichern Irrthum, alsdie Meinung, durch erneuerte Annäherung an die Ultramontanenihre Popularität verstärken zu können. Vielmehr muß ihr Bestrebenüberall auf volle Klarheit über sich selbst und die Natur ihrer ver-schiedenen Widersacher gerichtet sein. Sie darf sich nicht durch denReiz eines augenblicklichen numerischen Zuwachses verleiten lassen,sie muß jeden Schritt vermeiden, welcher bei der Masse der Bevöl-kerung den Glauben erwecken könnte, daß auch bei den Feudalen dieuns angemessene politische Freiheit zu finden sei. Was sie imAugenblicke etwa an Popularität bei den niedern Classen verlierensollte, wird ihr die Reinheit der eigenen Haltung und der Beifallaller politisch Kräftigen und Gebildeten reichlich erstatten. Denndie Einmischung der Religion in die Politik, welche das Wesendes Ultramvntanismns darstellt, ist überall ein Zeichen von Unmün-digkeit oder von Versall auf einem jener Gebiete, wenn nicht auf beiden.Es mag dadurch heutigen Tages für den Moment etwas geleistetwerden, so lange überhaupt die Verhältnisse der Parteien und Stre-ben trüb durcheinander gerührt sind, sobald aber eine kräftigeMasse die Sondcrung beider Sphären und die Unabhängigkeit dcSStaates fest in das Auge faßt, kann der Erfolg nicht fehlen. DerLandtag selbst hat eben in dieser Beziehung ohne Zweifel das Be-deutendste geleistet. Für die Nhcinufer, für Preußen und Deutsch-land ist die Frage keine geringe. ES ist dieselbe, die in den ver-schiedensten Formen an hundert Stellen die Tiefen des nationalenLebens bewegt. ES ist der Kampf nicht mehr wie im 17. Jahr-hundert, ob diese oder jene Cvnfession, sondern ob die Kirche denStaat beherrschen oder dieser der Herr im eigenen Hause sein soll.Eben darin liegt die letzte Bedeutung auch der rheinischen Parteien,daß sie nicht irgend ein beschränktes Ortsintercsse, sondern an ihrerStelle jenen größten Gegensatz der Zeit vertreten. Ans der einenSeite erscheint die Verheißung, daß eine specifisch religiöse Farbe