Partei ist innerlich erstarkt, ihr Bewußtsein des eigenen Zusammenge-Hörens ist klarer geworden, der Bruch mit den Ultramontancn unddas Verlassen der radicalcn Theorien hat Deutlichkeit und Festig-keit in ihre Haltung gebracht. Zugleich aber ist es damit geschehn,daß ihr äußerer Bestand nach verschiedenen Seiten hin verloren hat.Noch ist sie stark genug, wenn die Regierung ihr entgegenkommt,dieser die öffentliche Meinung mit überwiegendem Einflüsse zuzu-wenden: aber anch ihre Gegner sind schon so weit herangewachsen,daß die Regierung darin ein neues Pfand für die Treue der Con-stitutionellen finden darf.
Durch zwei verschiedene Angriffe sehn diese sich bedrängt. IhreBedeutung ruht auf dem unmittelbaren Werthe ihres Besitzes, so-dann auf dem Anschn, mit dem sie, durchgängig der höhern Bour-geoisie angehörig, die sämmtlichen Classen derselben bis zu Hand-werkern und Arbeitern herab sich nachziehn. Je mehr sie sich nunder Lehre der Menschenrechtc entäußern, je bestimmter sie ihren po-litischen Anspruch auf die Macht des Besitzes gründen, desto heftigertritt ihnen von der einen Seite der politische Radikalismus und derKreis der communistischen Tendenzen entgegen. Es ist hier der Ortnicht, über die letztem ausführlich zu reden. Unter sich selbst inZwietracht, vielgestaltig an jedem Orte, wechselnd von Tag zu Tag,und fast ganz ohne positiven Inhalt, sind sie überhaupt nicht leichtzu beurtheilen. Auch reichen für unsern Zweck einige ganz allge-meine Bemerkungen aus.
Bisher ist nicht viel weniger als Alles geschehn, um ihrer Pro-paganda daS Werk zu erleichtern. Staat, Dvctrin und Gesellschafthaben durch Thun und Lassen ihre Wege gebahnt. Der weltge-schichtliche Grund ihres Treibens, das furchtbare Elend des Pro-letariates besteht in täglich wachsender Stärke. Dieser Thatsachegegenüber hätte es sich gebührt, mit wissenschaftlicher und gouver-nementaler Thätigkeit die Gesammtzustände der Zeit zu kritistren,den Standpunkt aufzusuchen, auf welchem das der Gegenwart an-gemessene Verhältniß des Privat- und Gesammteigenthnms ent-deckt werden könnte^), und von hier aus, wo möglich, zu positiven
') Geschichtlich ist die Behauptung ebenso unwahr, daß.Staat undRecht nur auf der Grundlage des Privateigeus beruhen könne, wie die