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Die politischen Parteien der Rheinprovinz : in ihrem Verhältniß zur preußischen Verfassung
Entstehung
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äl'il

einen Kampf entflammte, in dem mit der Autorität des Glaubensauch die Autorität des Rechts erschüttert, und im vorigen Jahr-hundert dem pseudophilosophischcn Geiste der Negation Thür undThor geöffnet wurde. Die Fürsten seien zu Despoten, das Volkaber von der Lehre begeistert worden: genieße was du hast,nimm was du kannst. Denn cS sei das Wesen der modernenGleichheit, alles Höhere zum Gemeinen und Niedern hcrabzuzichn.

Damit wäre er wieder angelangt, von wo er aussetzte,bei dem aufgeblasensten aller Popanze, bei der Androhung commu-nistischcr Ausschweifungen. Wie die historisch-politischen Blätterkein Drittes übrig lassen zwischen strenger Katholicität und reinemAtheismus, so bleibt hier nur die Wahl zwischen der communisti-schen und der mittelalterlichen Praris^). Entweder die blutdürsti-gen e^slituiios oder die rheinische Autonomie, ein Drittes wird nichtverstattet. Wir Aermstcn!

Hiermit ist das System in seiner ideellen Grundlage hinläng-lich charaktcrisirt. Dann freilich, wenn nur diese Wahl vorläge,wenn man aus der Auflösung deS Fcudalstaates nur entrinnenkonnte, indem man dem Despotismus einer Eabctistcngemcinde an-heimfiele, dann könnte mau in Versuchung gerathen, dem Rednereine innere Berechtigung seines Standpunktes zuzugcstchn. Nurdaß mau sich stets dabei erinnerte, eine ebenso starke Berechtigunggebührte auch dem Cabetistcn. Denn jeder von ihnen stellt einsder beiden E.rtrcme dar, in deren gegenseitiger Aufhebung die Wahr-heit erst gefunden werden kann. Der Feudale übertreibt die Frei-heit des Einzelnen, gerade so wie der Cabctist die Allmacht derGesammtheit. Die wahre Aufgabe aller Politik ist aber das Gleich-gewicht zwischen beiden Kräften, eine Berechtigung nämlich derStaatsgewalt, welche für die Betreibung der nationalen Angelegen-heiten ausreicht, ohne die individuelle RcchtSsphäre zu vernichten.Je mehr eine einzelne StaatSform sich diesem Gleichgewicht nähert,je weniger sie also, im Sinne deS Ertrcmeu, auf Eonscqucnz An-spruch macht, für desto vollkommener muß sie erachtet werden. DcS-

') Und die Reformation erscheint wie in den hist. pol. Blättern alsdie natürliche Erzeugerin des Commuuismus. In Frankreich versteh» siedas besser: die Reformation, sagt Buchez, war der Sieg des irdischenHochmuthes gegen die lruternile universell!! des Evangeliums und derkatholischen Kirche.