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Die politischen Parteien der Rheinprovinz : in ihrem Verhältniß zur preußischen Verfassung
Entstehung
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wunderlichste Mischfarbe an sich tragen sollten. Kein Mensch unterihnen hat mehr das einfache Vertrauen, daß Gott der Herr selbstim Wetter seiner Kirche zu Hülfe kommen werde. Vorsehung, Cau-salität, Vcrnnnftigkeit, alle diese Kategorien menschlicher und na-türlicher Wcltordnung sind auch in ihre Geister eingedrungen, Gör-rcs schreibt 5 Bande über Mystik, um auch in der Welt der Mi-rakel und Visionen Rubriken, Classen, Stände, Ordnung und Ver-stand nachzuweisen. Der Bischof von Trier läßt ein Buch überden h. Rock herausgeben, uns die Vernünftigkeit und natürlicheWirklichkeit desselben, so Gott will, auch den Protestanten darznthnn.Die historisch-politischen Blätter suchen auS dem Kehricht allerWelt die spärlichen Wundcrgcschichtcn zusammen, um bei jeder dievernünftige Nothwendigkeit derselben zu dcmonstrircn. Solche Stim-mungen und Bestrebungen verrathen nicht eben die schlichte undunerschütterliche Ueberzeugung des Religiösen. Ein solcher hat denHerrn gesehn und gehört, und die Kraft seines Geistes empfunden,sei cS nun in der heiligen Schrift oder der heiligen Kirche, ein sol-cher hat darin seine Weisheit, er bedarf sonst keiner Wunder, undfindet, wo sie ihm erscheinen, sie ohne Demonstration natürlich.Der Apostel sagt:die Juden fordern Zeichen und die Griechenfragen nach Weisheit, wir aber predigen den gekreuzigten Christus,den Juden ein Aergerniß und den Griechen eine Thorheit" unddies gewaltige Vertrauen hat mehr zur Ehristianisirung des Römer-reiches beigetragen, als alle Polemik und Gelehrsamkeit der Kir-chenväter,

Wäre von dieser religiösen Zuversicht eine Spur in der nltra-montanen Partei, so würde sie es für eine Entweihung halten,andere als religiöse Mittel für ihre kirchlichen Zwecke zu benutzen.Der Abstand zwischen ihr und der heutigen Gesellschaft ist nichtkleiner, als der Contrast zwischen den heidnisch-römischen und ur-christlichcn Zuständen, Wäre sie nun nrchristlichcn Stoffes, wäresie, was sie zu sein vorgibt, religiöser und aufopfernder Natur, soverließe sie sich nach dem Muster der ersten Jahrhunderte auf dieMacht dcS Evangeliums, des christlichen Beispiels, dcS heiligenGeistes mit einem Worte, Staat und Cultur unserer Zeit mußihr ketzerisch und heidnisch erscheinen: in solcher Lage würde derReligiöse dem Staate in äußerlichen Dingen gehorcheil, ans derLitteratur sich in das Heiligthum eines gotterfüllten Herzens zurück-