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Die politischen Parteien der Rheinprovinz : in ihrem Verhältniß zur preußischen Verfassung
Entstehung
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Diese Ansicht hebt mit dem überhaupt katholischen Satze an,daß die Kirche das Reich Gottes auf Erden darstelle, daß in denMysterien ihreö CnltnS, in ihren Wundern und Heiligen der GeistGotteS unaufhörlich und unvermittelt walte. Auf diesem Stand-punkte wäre jedoch noch immer ein doppeltes Verhalten gegen dieDinge dieser Welt möglich. In dem einen Falle erklärte die Kircheim Bewußtsein ihrer religiösen Herrlichkeit die einzelne Form derirdischen Cultur und Politik für etwas Gleichgültiges, Genug,wenn vor: ihren Mitgliedern der Staat keinen Götzendienst, die Cul-tur keine Sünde, die Welt keinen Bruch der Gvttcssohnschaft ver-langt, Dann mag der Staat nach seinen politischen, die Wissen-schaft und Kunst nach ihre» intellektuellen nnd ästhetischen Gesetzenunabhängig sich fortbilden, die Kirche ist sicher, durch die göttlicheKraft ihres Geistes die Welt allmälig von innen heraus zu durch-dringen, Es war dies der Standpunkt der apostolischen nnd nr-christlichen Zeit,

Einen andern Weg schlug die Kirche in: Mittelalter ein, Siesprach nicht bloß dem religiösen, sondern überhaupt jedem geistigenLeben die Fähigkeit ab, unabhängig von der Kirche nur einen Augen-blick fortzneristiren, Sie begann, die Welt auch in allem Aenßer-lichen in unmittelbare Zucht und Erziehung zu nehmen, Sie läng-ucte, daß es wichtige Seiten des geistigen Daseins gebe, welche diechristliche Offenbarung überhaupt direct nicht berühre, Sie ergriffeine äußerliche Herrschaft über Staat, Sitte und Bildung, Ab-weichung von ihr vernichtete, Ehrfurcht gegen sie bedingte den gan-zen Menschen in Gedanken, Worten nnd Werken, Nur sie, als dieeinzige geoffenbarte Wahrheit, konnte die Grundlage der StaatS-gesetzgebung bis in alle Details hinein geben. Die höchste Pflichtdes Staates war die weltliche Vernichtung nnd Bestrafung derKetzer, Der Staat verhielt sich zur Kirche, wie der Sohn zumVater, Die Gewalt des Papstes allein war unmittelbar, jedeandere nur mittelbar von Gott eingesetzt. Der Papst war Hohen-priester, Prophet und König der Könige.

Es ist bekannt, wie diese letzten Sätze von den Helden desMittclaltcrs, von Gregor VII., Jnnoccnz III., wie sie späterhinvon den Jesuiten theoretisch anö - und praktisch durchgeführt wor-den sind. Der Papst ist Gott verantwortlich für die Sünden derKönige, er hat über alle Rechtspflege der Welt Controle zu führen,