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bnreaukratischc oder kirchliche oder ständische Verfassung ausgesprochen,reicht bei weitem nicht hin, über ihre Brauchbarkeit zur politischenOrganisation des Landes zu entscheiden. Unter jenen Kategorienpflegen sich die verschiedensten Forderungen zu vereinigen, währendselbst bei gleichen Wünschen auf dem politischen Gebiete die bloßeVerschiedenheit der Motive ans Erreicheil oder Verfehlen des Zielsden größten Einfluß haben muß.
Zunächst werde ich ans die Aeußerungen deS Landtags selbstRücksicht nehmen und die außerhalb desselben fallende Thätig-keit der Parteien nur bei einigen besonders bezeichnenden Punktenzur Vcrgleichung hinzuziehen. Freilich stellen die Wünsche derLandesvertrcter nicht immer die des Landes oder auch nur seinerMajorität dar: in unserem Falle wird sich aber schwerlich eine be-deutende oder nicht leicht in Rechnung zu bringeude Abweichungnachweisen lassen. Wer die Menschen zusammenzählt, die in denVerhandlungen des Landtags auf einer der beiden Seiten den Ausdruckihrer politischen Richtung erkennen, überblickt den unendlich großemTheil der rheinischen Bevölkerung. Was noch zurückbleibt, ist wederau Zahl noch an Gehalt verächtlich, aber trotz vielfacher Aussichtenin die Zukunft bis jetzt ohne Einfluß auf die herrschende Stim-mung. Darüber kann sich schwerlich jemand täuschen, der auch nurkurze Zeit am Nicdcrrhcin gelebt, und Auge und Ohr diesen Ele-menten zugewandt hat. Wenn früher die verschiedenen Sympathienund Antipathien bunt genug durch einander flössen, wenn oft dieunverträglichsten Bestrebungen nur durch gemeinsamen Widerstandgegen die Regierung sich für eine Zeitlang verschmolzen und ver-wirrten, wenn LocalpatriotismuS und Deutschthum, wenn religiöseGleichgültigkeit und Erhitzung oft die wunderlichsten Trübungen desBildes hervorbrachten: so ist es gerade ein wesentliches Verdienstdes achten Landtags, daß er zum ersten Male durch schärfereAuseinandersetzung der Parteien auch in der Provinz auf deut-lichere Oricntirung nachhaltig gewirkt hat.
Hierin liegt meines Crachtens ein besonderes Interesse geradedieser Verhandlungen. Die öffentliche Meinung des Rheinlandesist schon an sich nichts Geringes, da wenigstens in politischer Be-ziehung die Provinz fürs Erste das treibende Ferment des preußi-schen Staates zu bleiben scheint. Da nun außerdem ähnlicheBewegungen durch ganz Deutschland hindurch sich geltend machen,
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