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Herwarthisches
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touren in das Fichtelgebirge unternahm und dessen Familienkreiser aufsuchte. Bei derartigen Anlässen pflegte er stets eine kleineUcbcrraschung für meinen Vater mitzubringen, der damals nochim Knabenalter stand und große Freude an den kleinen Geschenkenhatte, mit denen ihn Humboldt bedachte. Unter diesen befand sichunter anderen auch ein von Humboldt selbst in Blei gegossenerFrosch, welcher noch heute im Besitz der Familie ist. Allerdingswaren die politischen Ansichten sehr entgegengesetzter Natur, —während der Offizier das Autoritütsprinzip vertrat, schwärmteHumboldt für die französische Revolution. Politische Unterhaltungennahmen damals, angesichts der welterschütternden Ereignisse, diesich in Frankreich vollzogen, den breitesten Raum ein, und Humboldterwarb sich durch seine politischen Extravaganzen sehr bald dennicht unverdienten Beinamen des Jakobiners. Sein Umgang mitCampe und Forster, dem Revolutionär und berühmten BegleiterCooks, hatte seine politischen Ansichten eine Zeit lang stark nachder republikanischen Seite hin entwickelt.

Das freundschaftliche Verhältnis; zun; Hause des Großvaterswurde durch folgende Episode in dem Leben des Alexander vonHumboldts unterbrochen.

In dem Jagdschloß Fantasie der früheren Markgrafen vonAnsbach-Bapreuth lebte ein Herr von G . . . als pensionirterHofjägcrmeister mit seiner blendend schönen, geistreichen und ver-führerischen Dochter, einer geschiedenen Gräfin W., der sich Hum-boldt in auffallender Weise genähert hatte. Er forderte eineAnzahl Offiziere, mit denen er verkehrte, dazu auf, ihr Dinerstatt im Gasthof, wo man nicht zufrieden war, bei jener Familiezum gleichen Preise einzunehmen, wodurch neben der besseren Be-köstigung zugleich den in beschränkter Lage befindlichen Standes-genossen aufgeholfen und allen die Annehmlichkeit der Gesellschaftder Gräfin W. geboten würde. Zwei Vettern meiner Großmutter,Gebrüder von Haeften, gehörten zur Tischgesellschaft; der Jüngere,ein liebenswürdiger, schöner, aber unbedeutender Offizier, dessenhervorstehende Charaktereigenschaft seine Unselbstständigkeit war,zeigte bald eine starke Hinneigung zu der schönen Frau, so daßder ältere Bruder, unter Hinweis auf die Unmöglichkeit einerHeirath, bei den fehlenden Mitteln, ihn ernstlich warnte.

Merkwürdig war es, wie Humboldt, nachdem er die Leiden-