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Hrrwaril) von Bitkenfeld.')
von Albert pfister, Generalmajor z. I>.
Die neue Kriegsweise, welcher Prinz Eugen und Marl-borough im Spanischen Erbfalgekrieg huldigten, hatte ein außer-ordentlich rasches Aufzehren der Streitkräfte zur Folge. Vorüberwar es mit dem Lauern, Beobachten, und Manöverieren hinterverschanzten Linien, es galt nunmehr, den Feind aufzusuchen undihn anzufassen, wo man ihn fand, sei es auch mit großen Ver-lusten. So mußten immer wieder neue Heerhaufen aufgestellt, dieLücken der alten ergänzt werden. In Riedcrsachsen, in Westfalen,in Hessen, in Schwaben suchten die Mächte Truppen in Sold zunehmen. Der volkreichste Stand im Schwäbischen Kreise, dasHerzogthum Württemberg, war schon von alters her bekannt alsdie rechte Heimath wandernder Kriegsknechte. Fremder Kriegs-dienst war hier für die Jugend zur überlieferten Gewohnheit ge-worden. Erst zog der Mann einzeln ans, nur dem eigenenAntrieb folgend, später zusammengeschart in kleinen geschlossenenGesellschaften, einen Unternehmer an der Spitze; schließlich wardie Unternehmerschaft an die Landesherren selbst übergegangen,welche die Wanderlustigen sammelten, sie formierten und an diekriegführenden Mächte ablieferten.
Wegen Ueberlassung von Truppen hatten sich schon 17(14die Generalstaaten mit Württemberg in Verbindung gesetzt, undin der That niemals haben Württemberger so zahlreich unterfremder Fahne gefochten, als im Spanischen Erbfolgekrieg, daihrer Tausende, im Dienste von Holland stehend, Mitkämpfergewesen sind in den Schlachten an der Donau, am Rhein inFlandern. Der letzte Schuß war gefallen auf den vom GrafenHarrsch vertheidigten Wällen von Freiburg; die Friedensschlüsse
*) Erschienen in den Wiirtteinb- Nenjahrsheften 1893 („Drei Schwabenin fremden Kriegsdiensten").