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Chronik der Familie Langewiesche
Entstehung
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Fei're Deinen Feierabend,

Der, von Gottes Huld geschenket,

Sich so milde, sich so labendAuf Dein Haupt herniedcrsenket.

Und so mögest Du auf ErdenFroh noch manchen Christtag sehen!

Mutter, Deine Kinder werdenImmer liebend um Dich stehen.

Der Stuhl ist mir ein umso werteres Andenken, alsdie Großmutter noch die letzten Tage ihres Lebens in ihmgesessen, desgleichen unser lieber Vater und mein seliger Mann.

Wie oft huschten wir, wenn die Großmutter darinsaß, um sie herum. „Großmutter, nun erzähle uns etwas ausder alten Zeit und wie Du noch klein warst." — Und wiegemütlich wurde es dann, wenn sie begann, und die Äpselauf der Ofcnpfanne dazu brieten und zischten, als sprächensie mit.

Von einer mehr als achtzigjährigeil Urgroßmutter erzähltesie, die, als sie selbst ein zehnjähriges Kind war, mit aufihrem alteil Erbgute, Diefhausen bei Sprockhövel, lebte. Diewar stockbliud und obendrein kindisch geworden. Und diekleine Christiil Elsbeth war für alle Freistundeil, die sie hatte,als Hüterin für die Ahne bestellt und mußte sie im Freieilumherführen, im Hofe, im Garteil, durch Flur und Feld. Denndie alte Frau strebte immer hinaus in die frische Luft undden warmen Sonnenschein. Sie selber sei aber ein gar spring«lebendiges Ding und solches Hüteramt oft gar nicht nachihrem Sinne gewesen. Und das sei einmal fast böse für sieausgelaufen. Hart am Gute lag ein schönes Buchenwäldchen,und am Ende desselben wußte Christine Elsbeth einen Erdbeer-schlag, llild so lenkte sie die Ahne dorthin, und als sie zu derStelle kamen, da lag es vor ihr wie ein scharlachenes Tuch,und da hat sie klug gemeint, nichts Verständigeres thun zukönnen, als die Urahne an einem schattigen Plätzchen nieder-