Druckschrift 
Goethes Stammbäume
Entstehung
Seite
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II. Das Geschlecht des Dichters Goethe.

Er könne mit Druckschriften nicht fertig werden. Die schwarzenMänner mit weißen Kragen hätten gegen den zweiten TeilseinesLandkatechismus" den weltlichen Arm zur Konfiskationgereizt. Merck unterließ nicht herüber zu kommen, durch seinfrisches Wesen und seine herzliche Teilnahme Vater und Mutterzu laben. Alle Nachrichten von Weimar freuten den gutenAlten, wenn auch der Wurm, daß er ohne den Sohn undsein Zusammenwirken mit ihm sein schönes Haus bewohnenmußte, ihm am Herzen nagte. Da traf ihn im Juni 1777die jähe Trauerbotschaft von dem Tode der einzigen Tochter.Die Gattin schrieb an Lavater:Dem kranken Manne mußteich der Trauerbote sein von der Tochter, die er über allesliebte." Wolfgang bat die Mutter:Sorgen Sie für desVaters Gesundheit. Wir sind nur einmal so zusammen." Wietief ihn auch dieser Schlag traf, mit der ihm mit seinemSohne gemeinsamen, wenn auch bei seinem Mangel an lebendigeingreifender Thätigkeit weniger rasch wirkenden Fassung stellteer sich wieder äußerlich her. Merck sah ihn auf einem Ge-mälde von Kraus, das den Weimarer Park nebst dem Garten-hause des Sohnes darstellte, als lebhaften Cicerone mit einemStäbchen alle einzelnen Punkte benennen. Aber er hielt sichmit Gewalt aufrecht, was ihn innerlich angriff, seine Kraftaufzehrte, wenn er auch noch seiner gewohnten Thätigkeit sichhingab. Er fühlte sich körperlich leidend, so daß er den Ratdes Arztes in Anspruch nahm, während er früher launig mitSterne Dr. Diot, Dr. (juist und Dr. Nsrr^ Nun für diebesten Ärzte erklärt hatte. Jetzt war sein Arzt ein Vetter derGattin seines Vaters, Dr. Pettmann. Er war so empfind-lich, daß das harte Zuschlagen einer Stubenthüre ihn erschreckte.Am 10. Oktober schrieb Goethes Mutter an den vertrautenDiener ihres Sohnes:Der Herr Rat ist immer noch nichtrecht wohl; wir brauchen Medizin, laufen spazieren u. s. w.