Johann Kaspar Goethe. 1756—1758,
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Deutschland fremdem Übermute wieder preisgaben. Die großenSiege, die Friedrich im folgenden Jahre errang, wurden vonden Verehrern gefeiert, und seine Unfälle zeigten ihn nichtminder groß, da er aus seiner verzweifelten Lage sich immerwieder aufschwang. Am Ende des Jahres war er infolge desgroßen Tages bei Zeuthen gefnrchteter als je. Wie weit derRiß durch die Familie Textor und Goethe damals ging, wissenwir nicht genau, da wir mir die späte Darstellung in „Wahr-heit und Dichtung" haben. Wird auch der kaiserliche Ratnur bei festlichen Gelegenheiten mit dem Schwiegervater zu-sammen gekommen sein, die Kinder stellten sich häufiger ein,und besonders Wolfgang wurde von der Mutter angehalten,sich jedes den Großvater verletzenden Wortes zu enthalten.
Aus diesem Jahre und den drei ersten Monaten von 1758hat sich ein vom Knaben selbst, wohl ans Veranlassung desVaters, ausgewähltes Heft Schönschriften und Sprachübungenin Reinschrift erhalten. Aus elfterem ersehen wir, daß Wolf-gang mit vielen Knaben, deren Zahl bis zu vierundzwanzigstieg, gemeinsamen Schreibunterricht genoß, bei dem mindestensjeden Monat ein Preisschreiben stattfand und einer der Väterdie Beurteilung übernahm. Bei diesen „Stechschriften" (drei-zehn sind erhalten und von H, Weißmann herausgegeben)erhielt Wolfgang einmal die erste Nummer, und meist ist seineSchrift eine der besseren; man erkennt schon eine feste Hand,Weiter bietet das Heft die Reinschrift dreier deutschen Ge-spräche zwischen Wolfgang und dem Vater oder einem Maxgenannten Freunde mit lateinischer Übersetzung, Die deutscheVorlage ist vom Vater und zeigt dessen Gewandtheit, sich indie Anschauung des Knaben zu versetzen, ihm spielend Kennt-nisse beizubringen und die Gelegenheit zu geben, seine lateini-schen Phrasen zu gebrauchen. Einen ganz besonderen Wertgewinnen sie dadurch, daß sie uns einen Blick in die Erziehung