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Goethes Stammbäume
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II. Das Geschlecht des Dichters Goethe.

am 15. Dezember 1738, bei Gelegenheit von Kaspar GoethesDoktorpromotion an diesen richtete, heißt es: „Erstlich habeich das Recht besonderer Bekanntschaft mit dir, den ich alsmeinen Landsmann ehre, von dem ich weiß, daß er einst derVaterstadt Ruhm und Ehre bringen wird; dann aber bestandauch zwischen unseren Eltern eine Freundschaft, die sich aufmich vererbt hat. Am meisten freut es mich, daß du dieAnfangsgründe der Rechtswissenschaft von mir überkommenhast." Senckenberg ging wohl mit ihm das erste juristischeLehrbuch in Fragen und Antworten, den sogenannten „kleinenHoppe", durch, was Goethes Vater mit Wolfgang in vielfrüherem Alter that. Oder hätte er mit ihm schon Struves„.lurisprucksutin koiuuuo-lFsruiuuion korsusis"begonnen? Noch ehe Senckenberg einem Ruf des Rhein-und Wildgrafen Karl nach Dhaun folgte, bezog Kaspar dieviel von Frankfurtern besuchte Hochschule zu Gießen, wo eram 9. September 1730 immatrikuliert wurde. Der Mutterüberließ er die Verwaltung des Vermögens. Diese war wohlschon entschlossen, das Geschäft bald aufzugeben und ein anderesHaus zu kaufen. Vielleicht kam sie erst damals mit demFriedberger Vetter, dem Schreinermeister Johann ChristianGoethe, in Verbindung. Dieser besaß bereits das Haus „zumRitter", worin er neben seinem Handwerk Gastwirtschaft trieb.Am 30. August wurde die Mutter Patin einer Tochter desSchreinermeisters. In demselben Herbst 1731 bezog Kaspardie Hochschule Leipzig, wo er unter dem Rektor Hansen im-matrikuliert wurde. Wahrscheinlich blieb er dort drei Jahre.Senckenberg sagt bloß, Kaspar habe zu Leipzig und anderswoviel bessere Lehrer gehört, als er an ihm gehabt. Von seinemLeipziger Aufenthalt wissen wir nichts, nur ergiebt sich ausden Akten der Fakultät, daß er nie bei einer Promotion op-ponierte, was später Wolfgang wenigstens einmal that. In