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II. Das Geschlecht des Dichters Goethe.
sentlich einwirkt". Um einen ersten ernsthaften Schritt zueiner auf diesen Glaubenssatz gegründeten wissenschaftlichenGenealogie zu thun, hatte er über Goethes Abstammung undVerwandtschaft schon seit längerer Zeit geschichtliche Forschungenangestellt, und so aus Kirchenbüchern, Archiven und Biblio-theken wie von Nachkommen des ganzen Götzischen Stammes sicheinen reichen Schatz urkundlicher Mitteilungen verschafft, da erdie Goethe nur für einen Zweig der Götze hielt. Freilichsei es gar wohl möglich, daß verschiedene Stämme den Ruf-namen Götz oder Götz angenommen, aber bei weiterer Unter-suchung habe sich in überraschender Weise der gemeinsameUrsprung als sicher oder wenigstens die wahrscheinliche Hin-weisung auf diesen ergeben, nud nur solche Fälle seien vonihm berücksichtigt. Ans diese Untersuchung gestützt, behaupteteer: Goethes Name habe nicht der fränkischen Nation, sondernder torru Kalma angehört, er sei derselbe, welcher in ganzDeutschland und allen von Deutschen besiedelten Ländern inzahlreichen Zweigen als Gotz, Götz, Götze verbreitet sei, auchin manchen anderen mehr oder minder abweichenden, selbstlatinisierten oder gräcisierten Formen. Ihr Ausgangspunkt seider Gau Götzfeld, von wo schon im dreizehnten Jahrhundertein Zweig in die Marken und in das Land Lüneburg gekom-men. Nach der Glaubensänderung verließen viele protestantischeGötze das Bistum Würzburg und wandten sich nach verschie-denen Orten, auch nach Nürnberg und dem Württembergischen,dann weiter nach dem Elsaß und der Schweiz. Den beson-deren Zweig der Götes habe der hundertundvierzehn Jahrelebende, 1563 verstorbene Philipp Götze im Dörfchen Heustreubei Neustadt au der Saale gegründet. Seine Söhne bliebenzum Teil katholisch; drei, die der neuen Lehre folgten, wan-derten nach dem Harze, ließen sich in Ellrich und Jlefeld nieder,von wo sich das Geschlecht weithin verbreitete. Von ihnen