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I. Das Geschlecht Textor. 2.
Ostern geht dem verstorbenen Schöff Schlosser sein Sohnnach Jena, um Medizin zu studieren, und freut sich hoch aufJena, aber nicht weniger auf Weimar. Seine Mutter und dieganze Freundschaft empfehlen ihn dir aufs beste." Von deram Anfang des nächsten Jahres Goethe befallenden tödlichenKrankheit erfuhr die Mutter erst, nachdem die Gefahr vor-über, durch Christiane. „Liebe, liebe Tochter, wie soll ichIhnen danken vor alle Liebe und Sorgfalt, die Sie meinemSohn erwiesen haben", erwiderte sie. „Gott sei Ihr Ver-gelter! Er hat ihn Ihnen jetzt aufs neue geschenkt. Siewerden jetzt ein neues Leben mit ihm leben, und er wird Ihrbeider Wohlsein zu meinem größten Trost bis in die spätestenZeiten erhalten. Amen." Sie machte darauf ihrem Wolf-gang ein Geschenk mit tausend Gulden. Bald darauf zeigtesie ihm an, daß Ostern der zweite Sohn vom Schöffen Schlosser(Christian) und im Herbst der Sohn des Syndikus Schlosser(Eduard) die Hochschule Jena besuchen würden. Den 16. Maidankt sie Wolfgang im Namen der Frau Schöffe Schlossersehr herzlich für die „überaus gute" Aufnahme ihres Sohnes.„Der hat ihr einen Brief geschrieben, der so herrlich, so vor-trefflich und von oben bis unten ans von deinem Lobe vollwar. Der junge Mann ist über deine Unterhaltung mit ihmentzückt und fühlt sich in deiner Nähe ganz glücklich." Nachdem Tagebuch hatte Goethe zu Jena am Abend des 28. MaiSchlosser bei sich zu Tische. Nach seiner längeren Badereisewaren am 19. Oktober zu Jena „der junge Schlosser", amfolgenden Tage „der jüngere Schlosser" nach Tische bei ihm.Es war jetzt auch der ältere Sohn des Schöffen, der JuristFriedrich Schlosser, von Halle gekommen. Am 29. schriebdie Mutter: „Es sind jetzt drei Schlosser in Jena, die alleeine große Zuversicht und Vertrauen auf dich haben. Ichbin überzeugt, daß, wo du ihnen mit Rat und Freundschaft