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Goethes Stammbäume
Entstehung
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Georg Weber, Wolfgang u, Johann Wolfgang Textor. 3

Grafen fiel Weikersheim an dessen älteren Bruder Ludwig Ka-simir, der die Neuensteinische Linie stiftete. Diese war lutherisch,dagegen die Waldenburgische seines Bruders Eberhard katho-lisch. Ein Sohn des Georg Textor, Namens Wolfgang, starbam 14. Januar 1650 zu Neuenstein als Kanzleidirektor desGrafen Hohenlohe - Langenburg Gleichen-Neuensteiuischer Linie,welches Amt er dreißig Jahre bekleidet hatte. Seine ersteEhe mit Elisabeth Margareta Breuning, der Tochter desBurggrafen von Neueusteiu, blieb kinderlos; aus der zweiten,die er in späteren Jahren mit Magdalena Praxedis Enslinschloß, der Tochter des Hohenlohe-Neuensteinischen Rats undKanzleisekretärs, gingen drei Kinder hervor: Sophie Praxedis,die einen Hohenlohe-Neuensteinischen Rat Johann David Schegkheiratete, Johann Wolfgang und der im Stammbaum über-gangene Johann Siegfried. Der am 20. Januar 1638 ge-borene Johann Wolfgang verlor den Vater schon vor Voll-endung seines zwölften Lebensjahres. Als er 1653 in seinemsechzehnten Jahre die Hochschule bezog, wählte er nicht die voreinundzwanzig Jahren von Nürnberg gegründete im nahenAltorf, sondern zog nach dem altberühmten Jena; denn echtwissenschaftlicher Sinn beseelte ihn, sein Verlangen war aufeine höhere akademische Stellung gerichtet.^) Zwei Jahrespäter wandte er sich nach Straßburg, dessen Hochschule frei-lich nur ein Jahr älter war als die von Altorf, aber bedeu-tenderen Rufes genoß. 1658 trat er als Praktikant beimReichskammergericht zu Speier ein. Dort erhielt er in seinemsünfundzwanzigsten Jahre einen Ruf zu der von seinem Vaterbekleideten Stelle in Neuenstein als gräflich Hohenlohischer

Ein lateinisches Gedicht von ihm hat v. Biedermann in der Ge-dichtsammlung des Georg T. Francus entdeckt. Gerade in Jena warddie lateinische Dichtung fleißig geübt, blühte ja dort eine 8oeietss Patina.