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Goethes Stammbäume
Entstehung
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I, Das Geschlecht Textor. 1.

er keine volle Einsicht in die Geschichte des Textorischen Ge-schlechts. Die zahlreiche Verwandtschaft, mit der Goethe mehroder weniger verkehrt hat, zu kennen, ist für sein Leben nichtohne Bedeutung. Von dem Stammbaum lag mir eine etwasabweichende Abschrift durch die Güte der Frau Or. MariaMelker vor; noch wichtiger war es, daß Herr C. W. Textormir den bis zur Gegenwart fortgesetzten Stammbaum desSchöffen Johann Jost Textor zur Verfügung stellte. DieStammbäume der anderen Kinder des Schultheißen Textorwaren verkommen. Glücklicherweise übernahm der jetzige Frank-furter Stadtarchivar Herr Or. R. Jung auf meinen Wunschdie sehr mühevolle und zeitraubende Nachforschung über diese.Auch in mancher anderen Beziehung hatte ich mich seiner er-folgreichen Auskunft, ja einer freundlichen Durchsicht meinerArbeit zu erfreuen. Außerdem wurde mir die Unterstützungvon manchen anderen Seiten zuteil, besonders von den HerrenC. W. Textor und Or. W. Stricker. Bei der vorliegendenneuen Bearbeitung sind alle unterdessen ans Licht getretenenneuen Beiträge benutzt; auch habe ich für manche Mitteilungder Herren vr. Alex. Dietz, vr. Heinrich Pallmann in Frank-furt und Prof. O. Crusius in Tübingen zu danken.

Der Stammbaum führt uns nach dem weingesegneten,reizend gelegenen Städtchen Weikersheim am Einfluß des Vor-bachs in die Tauber in der Grafschaft Hohenlohe-Neuenstein-Öhringen. Dort lebte in der zweiten Hälfte des sechzehntenJahrhunderts ein Georg Weber, der bereits, wenn die Über-lieferung richtig ist, nach der von Goethes Liebetraut ver-spotteten Unart der Zeit, sich ins Lateinische übersetzt hatte.Hiernach dürfte er ein Gelehrter der Zeit gewesen sein, derin Diensten des Grafen Georg von Hohenlohe - Weikersheimstand, und dessen Vater gleichfalls den Namen Georg führte.Nach dem 1581 erfolgten Tode jenes kinderlos verstorbenen