Vorrede.
den Trieb als akademischer Lehrer und Schriftsteller inweitern Areisen zu wirken. Man berief ihn nach derHochschule zu Altorf, dann bei steigendem wissenschaftlichenAnsehen nach Heidelberg. Tin Gnkel des FrankfurterSyndikus, der noch in seiner amtlichen Stellung schrift-stellerisch sich ausgezeichnet hatte, sein H>ate ser warin Frankfurt geboren) wurde mit Verletzung der Mahl-ordnung während seiner Abwesenheit ser war Aammer-advokat in Wetzlar, wo er auch geheiratet hatte) im Jahres727 in den Frankfurter Rat gewählt. Vier Jahre späterrückte er auf die Schöffenbank. Als der Sohn des früherenSchneidermeisters, späteren Gastgebers Goethe, der wirk-liche kaiserliche Rat Dr. Johann Aaspar Goethe im Jahredie Hand der ältesten Tochter von Johann Wolf-gang Textor erhielt, bekleidete dieser die höchste Stelle derReichsstadt.
Gin möglichst ausgeführtes Bild der bedeutendstenMänner beider Geschlechter zu geben und zugleich denweiten Areis der Goetheschen Verwandtschast vorzuführen,ist hier versucht worden. Ich glaube damit eine vonvielen Verehrern des Dichters empfundene Lücke ausgefülltzu haben, da die bisherigen Mitteilungen an verschiedenenOrten zerstreut und noch keineswegs zum Abschluß ge-langt waren, eine leicht übersichtliche Zusammenstellung undErgänzung ein Bedürfnis scheint. Über das GeschlechtTextor habe ich im Jahre s383 in den „Grenzboten"umfassende Auskunft gegeben. Seit dieser Zeit sind mancheergänzende und berichtigende Mitteilungen gemacht wor-den, und ich selbst habe meine Forschung fortgesetzt, sodaß jetzt keine wesentliche Lücke sich finden dürfte. Ganzneu ist die Darstellung des Geschlechts Goethe, wo es sichbesonders um Goethes Großvater und Vater handelte;