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1 (1850)
Entstehung
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Lage des Kreises unaufhörlich verbessern und dadurch alsoalle conslanten Fehler, die aus der veränderlichen Lage desInstrumentes entspringen, gänzlich beseitigen.

Kesseische Methode die Polhöhe durch dasliurchgaiigs-Iustruiiient zu bestimmen.

126. Wir haben schon §. 107. Seite 296 gesehen, dass manhierzu das Instrument in der Ebene des ersten Vertikalesaufstellen inuss. Schon zu Anfang des 18 ten Jahrhunderts hattellömer diese Lage des Instrumentes zum Beobachten vorge-schlagen, jedoch zu ganz anderen Zwecken, als wozu man esjetzt anwendet, und die man auch gegenwärtig bequemerauf andere Weise erreichen kann. Bessel war der erste,welcher die Methode angab, wie man das Durchgangs-In-strument im Azimuthe 90 0 oder 270 0 *) mit Vortheil ge-brauchen könnte, und lehrte damit die Polhöhe zu ermitteln,wenn die Declination des Sternes bekannt ist, oder im allge-meinen die Zenithdistanzen des Sternes während seinesDurchganges durch den Meridian zu bestimmen. Eben da-durch erwies Bessel der practischen Astronomie einen sehrgrossen Dienst; indem er ein neues und vorzügliches Mittelschuf, um die verschiedenen Untersuchungen durchzuführen,zu welchen früher die sogenannten Zenithsectoren angewandtwurden. Die Unabhängigkeit der Besseischen Methode vonder Refraction, von dem Theilungsfehler der Kreise undüberhaupt von allen constanten Fehlern des Instrumentesmacht sie in höchsten Grade schätzbar. Später beschäftigtensich hiermit einige der berühmtesten Astronomen, aber vor-züglich war es Struve, welcher diese Beobachtungsart, durch

*) Astronomische Nachrichten No. 40,