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1 (1850)
Entstehung
Seite
285
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kreises ab; sollten die Umstände es gestatten, so muss manden Polarstern in der Nähe des Meridianes beobachten.

Nachdem die Beobachtung des Polarsternes beendigt ist,dreht man den Verticalkreis um 90 0 im Aziinuthe von dervorhin abgelesenen Angabe des Nonius ab; wodurch dasInstrument, sehr nahe im l stcn Verticale autgestellt sein wird,und beobachtet nun die Zenithdistanz irgend eines gut be-kannten hellen Sternes; wir wählen hierzu ausdrücklich einenhellen Stern, weil man das Fernrohr nach dem blossen Au-genmasse auf ihn richten kann, ohne erst die Beobachtungdurch Rechnungen vorbereiten zu müssen. Sollte ein solcherStern, nicht ganz nahe im l stc " Verticale zu finden sein, sokann man den Verticalkreis des Instrumentes noch um 20°oder selbst etwas mehr vom ersten Verticale abdrehen; jedochversteht es sich von selbst, dass es um so besser ist, je näherman den Stern am ersten Verticale beobachten kann. Sehrvortheilhaft wird es sein, Beobachtungen in Osten und Westendes l slcn Verticales, mit Beobachtungen von Sternen im Nordenund Süden des Meridianes zu verbinden. So wie immer,muss man auch bei diesen Messungen den Barometer- undThermometerstand ablesen.

Mit dein bekannten Orte des Zenithes, leitet man diescheinbare Zenithdistanz des in der Nähe des 1 sUmi Verticalesbeobachteten Sternes ab, und indem man dazu die entspre-chende Strahlenbrechung addirt, erhält man die wahre Zenith-distanz des Sternes, Mit dieser letzteren berechnet mandarauf l stcns mit der genäherten Breite = </, und dann mitder Breite = <// -j- 10', die beiden entsprechenden Stunden-winkel in Zeit. Der Unterschied dieser beiden Stundenwinkel,zeigt genau um wie viel sich der Stand des Chronometersändern wird, wenn um 10' wächst. Ist die Breite desBeobachtungsortes nicht gar zu gross, und die Zenithdistanzdes Sternes nicht gar zu klein, so wird ein Fehler in derBreite nur geringen Einfluss auf die Stundenwinkel haben,