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1 (1850)
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obachtung eines dem Meridiane sehr nahen Sternes anwen-den. Zieht man nun von dem Orte des Zeniths das Mittel,der für Niveau verbesserten, Ablesungen der Verniere beiVerticalkreis links ab, oder zieht man von dem ebensoverbesserten Mittel der Ablesungen bei Verticalkreisrechts den Ort des Zeniths selbst ab, so erhält man an denMünchener Instrumenten die Zenithdistanz. Damit aber eineIJngcnauigkeit in der Bestimmung des angenommenen OrtesdesZeniths keinen Einlluss auf das Endresultat hat, so muss manden Stern, dessen Zenithdistanz zu messen ist, bald bei Kreisrechts, bald bei Kreis links beobachten; die Beobachtungenaber in kurzen Zeitintervallen, regelmässig und abwechselndin gleicher Zahl, in beiden Lagen des Instrumentes, nacheinander folgen lassen.

79. Beobachtet man bei Tage, so muss man das Instru-ment im Schatten aufstellen; weil die Sonnenstrahlen durchihre Wärme, die verschiedenen Theile des Instrumentesnicht gleichmässig ausdehnen würden, und mithin grössereoder kleinere ungleichförmige Veränderungen, dadurch her-vorgebracht würden. Den allerschädlichsten Einlluss brin-die Sonnenstrahlen auf das Niveau hervor; wenn nämlichein gewisser Theil des letzteren sich im Schatten befindet,der von irgend einem Theile des Instrumentes herrührt; derandere Theil des Niveaus aber, der directen Wirkung derSonnenstrahlen ausgesetzt ist; denn alsdann wird der leereRaum, oder die Blase, welche sich in der mit Spiritus oderSchwefeläther angefüllten Röhre des Niveaus befindet, nichtmehr auf den höchsten Punkt der gläsernen Röhre einspie-len, sondern sich nach derjenigen Seite hin bewegen, welcheam wenigsten erwärmt ist, und so wie die Lage des Instru-mentes, oder der Ort der Sonne sich ändert, wird auch dieBlase sich bewegen; wodurch es also ganz unmöglich werdenwürde sich auf die Angabe des Niveaus zu verlassen.

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