Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
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Instrumente ändern. Richtet man nun den Mittelfaden genauauf die Mitte des weissen Streifens, so kann man nach eini-ger Zeit sehen, ob der Faden beständig in der Mitte desStreifens geblieben ist; wenn er davon abweicht, so bemerktman um wie viele Bruchtheile der Breite des Streifens, dermittlere Faden des Fernrohrs von der Mitte des Streifensabsteht. Da nun die Breite des ganzen Streifens bekanntist, so kann man daraus die Veränderung des Azimuthsherleiten.

Um auch zugleich eine Marke für nächtliche Beobach-tungen zu haben, inuss man genau in der Mitte des weis-sen Streifens, eine kleine Kreisöffnung anbringen, hinter wel-cher man eine Lampe stellt; wünscht man aber ein Markezu haben, deren Breite 15" in Bogen ist, so kann man zweikleine Kreisöffnungen so anbringen, dass ihre Mittelpunktescheinbar von einander um 15" in Bogen abstehen. DieseOeffnungen müssen hinreichend klein sein, weil der Licht-kreis immer grösser erscheint, als wie er wirklich in derThat ist, und man kann das Licht sehr weit sehen, wennauch selbst die leuchtende Fläche nicht gross ist.

Jede Marke muss so fest wie nur irgend möglich aneinem stabilen hölzernen Pfahl angebracht werden, der un-gefähr 2 oder 3 Fuss in den Erdboden eingerammt wird;man kann sie aber auch an einer recht starken eisernerSäule anbringen, welche ebenfalls in die Erde gerammt seinmuss. Wenn sich in der Richtung der optischen Achse desFernrohres, in einer bedeutenden Entfernung vom Instrumente,ein steinernes oder hölzernes Gebäude befindet, so kann mandie Marke an diesem befestigen. Eine feste Marke wird vor-züglich in dem Falle nöthig sein, wenn der Beobachter je-desmal nach Beendigung der Beobachtungen, genöthigt seinwird, sein Instrument, wegzunehmen, um es alsdann jedenTag wiederum von neuem aufzustellen.