Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
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an, so dass nur ein kleiner luftleerer Raum übrig bleibt,welcher sich dem Auge, als eine kleine Blase darstellt. Diegläserne Röhre ivird alsdann in einer Messingfassung be-festigt, welche noch an einigen Instrumenten, mit einem be-sonderen Gestelle versehen ist. Durch die Schwere nimmt dieFlüssigkeit den unteren Raum der Röhre ein, und die Blaseoder der luftleere Raum, wird sich immer am höchsten Theilder Röhre befinden. Nun steht aber die Richtung der Schwer-kraft, auf der Oberfläche der freien Flüssigkeiten senkrecht,und wenn man daher annimmt, dass das Niveau auf einerhorizontalen Ebene aufgestellt ist, so wird alsdann die Blasee d f sich ganz genau in die Mitte der gläsernen Röhredes Niveaus stellen, und ihre Enden e und f werden vonden entsprechenden Enden a und b der Röhre, um die gleichgrossen Längen ae und / b abstehen, wenn nämlich zugleichauch u r b w ist, folglich wird auch der Radius C d , welchernach der Mitte der Blase geht, vertical sein; stellen wir aberdas Niveau auf eine geneigte Ebene auf, so wird die Blasenach dem höchsten Theile des Niveaus einspielen, und derverticale Radius, welcher nach der Mitte der Blase geht,wird nun von demjenigen Radius, welcher nach der Mitteder gläsernen Röhre geht, etwas entfernt sein. Es ist klar,dass der Winkel, der von diesen beiden Radien gebildet wird,die Neigung der Ebene oder Linie, auf der das Niveau ruht,gegen die Ebene der Horizontes ausdrückt. Je grösser derRadius C d ist, desto grösser werden die Ortsveränderungender Blase sein, welche einer und derselben Veränderung, in derNeigung des Niveaus gegen den Horizont entsprechen,und um so empfindlicher wird daher das Niveau werden.Daher kann man mit einem sehr empfindlichem Niveau nurkleine Neigungen der Ebene oder Linie, auf welcher dasNiveau aufgestellt ist, gegen den Horizont messen. Auf deräusseren Oberfläche der Röhre, oder auf einer sehr nahe anihr stehenden Messingscale, sind Striche eingeschnitten, die