Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
66
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beobachtet, ob dadurch der Stern deutlich getheilt erscheint;denn hierbei kommt es vorzüglich auf scharfe Bilder an.

Es giebt noch eine Methode, wodurch man auf die Gütedes übjectives schliessen kann. Man stellt nämlich das Ocu-lar des Fernrohrs so genau in Bezug auf den Focus ein,als man nur irgend kann, und richtet das Fernrohr auf denMond, oder sogar auf einen sehr hell erleuchteten und gutsichtbaren terrestrischen Gegenstand; wenn alsdann das Ob-jectiv ganz richtig construirt ist, wie dieses in allen Frauen-hoferschen Fernröhren der Fall ist, und man bewegt dasOcular ganz wenig aus dem Focus des Fernrohrs, nach demAuge zu heraus, so werden die Ränder des Bildes inschwachem purpurnen Lichte erscheinen, schiebt man esaber ein wenig in das Innere des Fernrohrs hinein, so wer-den sie schwach grünlich erscheinen; diese Färbung rührtvon dem sogenannten secundären Lichtspectrum her, unddient zum Beweise des Achromatismus des Objeclives. Umzu untersuchen ob das Objectiv frei ist von Abweichungwegen der Kugelgestalt, d. h. ob es auch jeden Punkt einesGegenstandes wirklich als einen Punkt abbildet, muss mandas Objectiv zuerst mit einem Stücke Papier, welches in derMitte kreisförmig ausgeschnitten ist, bedeckendes darauf aufden Mond oder auf einen hellen Stern richten, und alsdann dasOcular genau auf den Focus stellen. Wenn dieses gesche-hen ist, so bedeckt man das Objectiv, aber nur in der Mitte,mit einem Papierkreis, so dass die Ränder des Objectives freibleiben; wenn man nun die Stellung des Oculares nicht zuändern braucht, um am deutlichsten zu sehen, so ist diesesein vollständiger Beweis, dass keine sphärische Aberrationbeim Objective stattfindet.

35. Zuweilen wird man das Objectiv reinigen müssen;und meistens genügt es hierzu nur seine beiden äusserenOberflächen zu reinigen, sollte aber zwischen den beiden