Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

unterworfen sind, als die Bamsdenschen; inankann sie daherauch mit Vortheil bei solchen Fernröhren anwenden, die nicht zuWinkelmessungen, sondern nur zur Betrachtung der Gestirne,zur Beobachtung der Finsternisse u. s. w. bestimmt sind.

Die Linsen des Oculares, sind immer für sich in einem be-sonderen Röhrchen angebracht, welches sich in das Hauptrohrdes Fernrohrs einschieben lässt, und welches man dem Augenäher oder entfernter stellen kann. Für Kurzsichtige mussman das Ocular, zugleich mit dem Bilde des Gegenstandesund den Fäden näherstellen, für weitsichtige aber, es etwasentfernen.

31. Wir wollen jetzt einige practische Methoden an-geben, wie man die Vergrösserung eines Fernrohrs findenkann, wobei wir voraussetzen, dass das Fernrohr auf denFocus gestellt sei; d. h. dass die Bilder sehr entfernterGegenstände die grösst-möglichste Präcision und Schärfehaben. Wenn wir alsdann das Fernrohr nach dein Tages-lichte richten, so wird sich in der Nähe des Oculares ein klei-ner heller Kreis bilden, welcher nichts anders, als das Bildder Objectiv-Oeffnung ist. Messen wir alsdann den Durch-messer dieses Kreises, durch einen in sehr kleine gleicheTheile, eingeteilten geradlinigteil Maassstab aus, und ebensoauch die Objectiv-Oeffnung des Fernrohrs, so wird alsdannder so gemessene Durchmesser des Objectives, durch denDurchmessers des Lichtkreises dividirt, die Vergrösserungdes Fernrohrs *) ausdrücken. Es sei zum Beispiel: der

*) Wir führen hier einen sehr einfachen Beweis dieser Me-thode an, welchen man selten in Werken über Fernröhreantrifft. Es sei J" J J\ (Fig. 17) das Objectiv; ach dasOcular, J die Mitte der Objectiv-Oeffnung und j die Mittedes Lichtkreises j 1 ' j welcher hinter dem Oculare entsteht.Schrauben wir die Objectivlinsen aus dem Fernrohr heraus,