Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
52
Einzelbild herunterladen
 

Der Himmelsgrund hat auch bei Nacht einige, und hei Mond-schein, Dämmerung u. s. w., sogar eine beträchtliche Hellig-keit. Diese Helligkeit des Himmelsgrundes nimmt nun

I) 2

auch im Fernrohre, wie m. ' ab , und so bleibt das

d 2 . 6 2 *

Verhältniss der Helligkeit des gesehenen Gegenstandes zuder Helligkeit des Himmelsgrundes eigentlich für jede Ver-grösserung constant. Dies ist die Ursache, warum wir beimässigen Vergrösserungen noch keine so grosse Abnahmeder Helligkeit bemerken. Aber wenn wir diese Hellig-keit des Himmelsgrundes, // nennen, so bleibt zwar für jedeVergrösserung des Verhältniss H : h. dasselbe, aber unserAuge kann den Unterschied der Helligkeiten Ii und h nichtmehr empfinden, wenn II h sehr klein ist. Darum wer-den schwache Nebelllecke, der Schweif der Cometen u.s.w.bei starken Vergrösserungen unsichtbar. Die Lichtstärkedes Theils des Himmelsgrundes, den wir im Fernrohr sehen,stellt nahe im umgekehrten Verhältniss mit G 2 Diese Licht-stärke des Theiles des Sehrohrfeldes kann so gross sein,dass wir deswegen kleine Gegenstände von geringer Licht-stärke gar nicht empfinden. Diess ist die Ursache, warumwir durch Cometensueher (ein Fernrohr mit ziemlich grossemObjective und kleiner Vergrösserung) bei Tage auch keineFixsterne erster Grösse sehen können, die wir doch ohneMühe durch stärker vergrösserende Fernröhre von viel kleinererObjectiv-Oeffnung erblicken; und ferner warum wir bei stärkererVergrösserung oft noch kleine Fixsterne wahrnehmen, dieuns bei schwächerer Vergrösserung mit demselben Fernrohreunsichtbar bleiben."

Je vollkommener das Fernrohr ist, desto mehr wird dasBild eines Sternes einem leuchtenden Punkte ähnlich sein, undnach oben Gesagtem kann man bei der Beobachtung derFixsterne ohne Besorgniss, die stärksten Vergrösserungenanwenden.