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Geschichte des uradelichen Aufseß'schen Geschlechtes in Franken
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förmlich belehnt, wie später erörtert werden wird, und zwar durchKönig Ladislaus von Böhmen am 23, September s^32, von KönigFerdinand am 22. August s33O, sowie am Z. Januar und im

Dezember H378 durch den Stellvertreter des Kaisers, Ioh. Popl, v, Lob-kowitz, sowie am 9- Juni s6?9 durch den Lehenbrief des KaisersLeopold. Von s^32 aber hören die Bestätigungskunden des Bischofsfür die Aufsehe auf.

Nach dem Angeführten mag Siegfried Hirsch Recht haben, wenner im 2. Bande seiner Jahrbücher des deutschen Reichs unter Hein-rich II. S. s36 die Einsetzung der vier Erbämter durch Kaiser Heinrichfür unwahrscheinlich erklärt, und wird auch Freiherr Elodwig v. Reitzen-stein der IVahrheit nahe kommen, wenn er im Korrespondenzblatt desGesammtvercins der deutschen Geschichts- und Alterthumsvereine vonH37O Nr. H behauptet, daß das Königreich Bäh,neu erst im H5. Jahr-hundert zu dem Schenkenamt in Bamberg in Beziehung trat, da nachden Ausführungen des Bambergischen Gelehrten Dr. Hülß der vonGoldast abgedruckte Lehenbrief von f269 selbst den Bischöfen vonBamberg nicht bekannt war und daher wohl nicht echt sein dürfte.

Diese Ansicht wird auch bestätigt durch die oben erwähnte gelehrteAbhandlung des Dr. Roßmann in den Erlanger gelehrten Anzeigenfür s?3s Nr. XXXI, S. 2Hs2H8, worin derselbe nach sehr gründ-lichen Erörterungen zu dem Resultate kommt, daß es blos auf dieKonvenienz der höchsten vier Reichsfürsten ankomme, ein dergleichenGberamt beim Hochstifte Bamberg zu Lehen anzunehmen oder zufordern, daß es angenommen werde.

Als erste Unterschenken von Bamberg erscheinen die Herrenv. Rotenhan, welche auch bis zum Jahre s322 im Besitze diesesAmtes waren.

In diesem Jahre soll aber IVolfram v. Rotenhan, weil er gegendes Kaisers Gebot in seiner Burg Rotenhan Papstpfennige münzenließ, dieses Amtes entsetzt und für alle Zeit desselben beraubtworden sein.H

Bischof Johann von Bamberg wollte einen neuen Unterschenkenhaben und erwählte den in hohem Ansehen stehenden Ritter Gttov. Aufseß s23) durch Uebertragungsurkunde vom 2ch August f323.I

9 Die Echtheit dieser Urkunde wird von der Familie Rotenhan be-stritton; kommt aber im Abschriftcnbuche von Z5Y0 im Archiv zu Auf-seß vor.

H lieA. der E. v. A. Rr. 6Z und Abdruck im v Heft der Schriften desBambcrger historischen Vereins von tS87.