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Geschichte des uradelichen Aufseß'schen Geschlechtes in Franken
Entstehung
Seite
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von einem Ministerialenverhältnisse der Aufseße zunt Bischöfe vonBamberg kann aber noch weniger die Rede sein, denn es ist urkund-lich nachgewiesen, daß die Aufseße ihre Burgen Aufseß und bvüsten-stein als freies Eigetllhuin noch im Oahre (327 besaßen, da damalsin einer Urkunde vom (7. August (327 H Gtto v, A. (23) dem Burg-grafen Friedrich von Nürnberg als seiner rechten Herrschaft mit seinenBurgen Aufseß uud Wüstcnstein wider jedermann ohne Ausnahmezu dieneu versprach, was er als Bambergscher Ministeriale uicht ge-konnt hätte.

Auch die Burg Freienfels war bis zum fZahre (378 freies Eigen-thum der Familie Aufseß, da erst in diesem Jahre nach einer Urkundeim Münchener Archiv^) die Söhne Gttos (23): Heinrich (3H) undGonrad (37) und dessen Enkel Friedrich (53), Gonrad (5f>) und Bur-kard (60) mit dieser Burg dem Stifte Bamberg gegeu jedermann zudieneu versprachen und dagegen die Burg als Lehen empfingen.

Dieses Verhältniß der Aufseße zum Burggrafeu vou Nürnbergund zum Bischöfe von Bamberg drückte dieselben ebenso wenig inihrem Stande als freie Ritter herab, wie den Grafen Bertholdv. Henneberg, der nach einer Urkunde vom 5. ()uni (303 als Burg-mann in die Dienste des Bischofs bvulfing von Bamberg tratch)

Wollte man aber auch, was nicht zugegeben wird, annehmen, dieHerren v. Aufseß vor Gtto (23) wären Reichsherrcu (Dynasten) ge-wesen, so könnte immer noch der Fall eingetreten sein, daß Gtto, weiles ihm nicht möglich war, mit den Standesgenossen gleichen Schrittzu halten, seineu Stand aufgab, wie dieses bei den Freiherrenv. Sternenfels, den Grafen v. Grüninger-Landau, den Herren v. Lobe-gasse und v. Liebcnstein und anderen vorkam, und zu dem niedrigerstehenden Heerschild übertrat.H

Da um (300 die alte Heerschildorduuug, wie Seyler an ange-zeigtem Grte im Siebmacherschen Ivappenbuche nachweist, aufgelöstwar uud sich die neue Grduung in (. Fürsten, 2. Grafen und Freie,3. Dienstherren (Dieustmauucn), ch rittermäßige ehemalige Angehörigedes siebeuten Heerschildes änderte, so sind die Aufseße aus Freien,Dieustmannen (Dienstherren) geworden, aber nicht Ministerialen.

h der <2. v. A. Nr. 75.

H der <2. v. A. Nr. ^yz.

6) S. lieA. der (2. v. A. Nr. zo.

H S. Siebinachers (vaxpcnbuch von ^885, Lieferung 2Z8, Bd. ch HeftS. 5 ff. und einige als Manuskript gedruckte Bemerkungen des FürstenHohcnlohc-Waldenburg zur Geschichte Württembergs, v. Stalin, betr. das HansHohenlohe, t882.