Ritterschaft aufhob, verband sich am St. -Andrcastage (^23 diefränkische Ritterschaft auf fv Jahre,H nm sich gegenseitig wegender vielen und schweren Neuerungen sicher zu stellen. Fünf Mitgliedersollten Streitigkeiten schlichten, an deren Spitze ein Gras zu Tastell stand.
Ferner wurde im Jahre. (H2(s eine Vereinigung der Bischöfe vonBamberg, Würzburg und Eichstätt, dem Markgrafen von Branden-burg und der Ritterschaft zur Erhaltung des Landfriedens geschlossen,bei dem außer Bischof Friedrich v. Aufseß (66) auch andere Mitgliederdes Geschlechtes betheiligt waren. Line in demselben Jahre ent-standene Irrung zwischen der Reichsritterschast in Franken und demBischof von Würzburg schlichtete Bischof Friedrich v. A.
Dennoch aber spalteten die verschiedenen Interessen in denHochstifteu Bamberg und Würzburg die Ritterschaft trotz dieserEinigungen und bildeten die Rümpfe mit der aufstrebenden ReichsstadtNürnberg ein Hinderniß zur Erhaltung des Liaudsriedeus.
Der Hussitenkrieg, in dein Fürstbischof Friedrich (66) eine her-vorragende Rolle spielte, hatte für das Ausseßsche Geschlecht mancheschlimme Folgen, denn die Hussiten, welche Bayreuth, Tulmbach, Weis-wein, Staffelstein, Waischenfeld, Hollseld und Ebermannstadt im Jahreplünderten und zerstörten und erst durch Markgras Friedrich vonBrandenburg bei der in der Nähe von Freiensels liegenden mark-gräflichen Burg Zweruitz am 6. Februar zum Waffenstillstandgezwungen wurden, hatten auch die Aufseßschen Besitzungen mit Plün-derung und Brand heimgesucht.
Der Städtekrieg hatte seit (HV in Franken fürchterlich gehaustund Albrecht, Markgraf von Brandenburg-Ansbach, war mit Nürnbergin blutiger Fehde befangen gewesen; auch Heinrich (93), Hans W),Tonrad (((5) und Georg (s sO) v. A. standen aus Albrechts (Achilles)Seite und hatten Nürnberg Fehdebriefe zugesendet. Heinrich wirktesogar in des Markgrafen speziellem Dienste als Unterhändler.
Seit der Städtekrieg mit der Niederlage des Bürgerthums ge-endigt, war die Ritterschaft in nähere Beziehung zu den benachbartenFürsten, besonders aber zu den Hohenzollern, getreten und hing be-sonders dem ritterlichen Albrecht Achilles an. Man verehrte in ihmden glänzenden Turnicrheldeu und Adelssreund, da seine systematischeBegünstigung der Ritterschaft zu seinen und seiner Familie ausge-sprochenen Regierungsgruudsätzen gehörte.
Trotzdem hielt es die Ritterschaft in Franken für nothwendig, sichgegen die Städte und Fürsten einen Stützpunkt in der Ganerbschast
h S. Lnnig a. a. B. Abschn. II. S. 228.