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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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schule, höhere Bürgerschule) zusammen von 898 Schülern besucht, dieRealschulen von 540 Schülern oder von 60°/o, das Gymnasium von358 Schülern oder von 40°/o der Gesamtzahl, Im Herbst 1881wurden dieselben Anstalten zusammen von 1100 Schülern besucht, dieRealschulen von 575 oder von 52°/o, das Gymnasium von 525 Schülernoder von 48°/« der Gesamtzahl. Es war also der Procentsatz derSchüler mit Realschulbildung um 8°/» gesunken, der Procentsatz derSchüler mit Gymnasialbildung um 8°/o gestiegen. Während im Herbst1872 die Realschulen bei 72 600 Einwohnern 182 Schüler mehr hattenals das Gymnasium, hatten sie im Herbst 1881 bei 96 000 Einwohnernnur 50 Schüler mehr. In demselben Zeitraum, in welchem die Schüler-zahl der Realschule um 209 Schüler abgenommen hatte, war dieSchülerzahl des Gymnasiums um 167 Schüler gestiegen.

Diese Zahlen beweisen zur Genüge, daß in Düsseldorf das Bedürfnisnach Gymnasialbildung ob aus berechtigten Gründen oder nicht,möge hier dahin gestellt sein stets gestiegen war. Am 21. Juni 1881beschäftigte sich denn auch die Lehrerkonferenz auf Autrag des DirektorsBöttcher mit dieser Frage und faßte den Beschluß,es entspreche demin der Stadt immer mehr hervortretenden Bedürfnis nach Gymnasial-bildung, daß die eine Reihe der Parallelcöten der Realschule unterBeibehaltung der anderen Reihe als Parallelklassen nach dem Eingangedes Quarta-Michaeliscötus von dieser Stufe aufwärts allmählich inGymnasialklassen umgewandelt werde". Am 12. Oktober desselbenJahres wurde der Antrag an das Kuratorium gestellt,daß dasselbebei den maßgebenden städtischen und Königlichen Behörden die Geneh-migung zur allmählichen Umwandlung der noch bestehenden Herbstcötender Realschule in Gymnasialklassen beantragen möge." Der Antrag kamnicht ohne gegensätzliche Strömungen zur schließlichen Annahme. Besonderswar der Oberbürgermeister Becker, der das Vorhandensein der Real-schule neben der höheren Bürgerschule nicht als eine unbedingte Not-wendigkeit ansah, der Ansicht, daß aus prinzipiellen und finanziellenGründen es richtiger erscheine, die Realschule in ein Gymnasium umzu-wandeln. Direktor Böttcher hingegen war in dieser Zeit besondersbemüht, die Realklassen zu erhalten; deshalb sandte er nach etwa30 Orten Preußens, wo Gymnasial- und Realklassen zu einer Anstaltvereinigt sich befanden, Anfragen aus, ob die Verbindung von Real-und Gymnasialklassen sich bewährt habe. Da die Antworten fastdurchweg günstig für eine Kombination lauteten und auch im Kura-