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übernimmt. Dieses gymnasiale Triumvirat machte also den Anfangmit gymnasialem Unterricht an der Realschule, und man kann sich in:Hinblick darauf des Eindrucks nicht erwehren, daß der Glaube desAltertums, welcher der Dreizahl eine geheime magische Kraft beilegte,ein nicht unberechtigter gewesen sei. Denn schon im Jahre 1876nimmt der Wunsch nach gymnasialer Entwicklung eine weit kräftigereGestalt an: man will nicht nur eine gymnasiale Vorbereitungsklassemit der Realschule verbinden, sondern ein vollständiges Gymnasium.Denn da auch die Begründung der höheren Bürgerschule, welche denreinen realen Charakter, den die Düsseldorfer Realschule in den erstenbeiden Jahren ihres Bestehens gehabt hatte, an sich trug, auf die Fre-quenz der Realschule nachteilig eingewirkt hatte und auch die Unsicher-heit über die Zukunft der Realschulen und der Glaube, daß inmaßgebenden Kreisen die Realschule 1. Ordn, als ein verfehltesExperiment angesehen werde, der Entwicklung der Realschule, wie maumeinte, schädlich war, so trat die Möglichkeit immer mehr hervor,daß das Kuratorium mit dem Eingehen der Doppelcöten an derRealschule dem Gemeinderate vorschlagen werde, die Lehrkräfte, welcheetwa verfügbar würden, zu verwenden, um mit der Realschule einGymnasium zu verbinden. Von der Verwirklichung dieser Möglichkeitsehen wir aber in den folgenden Jahren noch nichts. Nachdem dieobenermähnte fakultative Gymnasialklasse mit dem Abgange des Real-abiturienten Gustav Bloem eingegangen war, sind im Lehrplan derAnstalt für einen Teil der Primaner nur noch 2 Stunden Latein fakul-tativen Lateinunterrichts verzeichnet, in welchem Cäsar und Cicerogelesen, die lateinische Grammatik wiederholt und tiefer begründet unddas schriftliche Übersetzen ins Lateinische fleißig geübt wird. DieserUnterricht ist noch eine Art von gymnasialem Pflänzlein, dessen Pflegedem Oberlehrer Oi-. Rothert anvertraut war. Im Herbste 1877 wurdeDirektor Ostendorf durch einen plötzlichen Tod seiner umfassenden undunermüdlichen Thätigkeit entrissen; Ostern 1878 erstarb auch derletzte Rest gymnasialen Lebens an der Realschule.
Von da ab schweigen die Schulnachrichten und die Akten überStrebungen gymnasialer Art. Der Ruf nach einem Gymnasium wirderst im Anfange der 80 er Jahre, besonders im Jahre 1881, in dem-selben Verhältnis lauter, als die Klagen über die sinkende Frequenzkräftiger ertönen und man den Luxus einer Schule mit zu viel Lehrernund zu wenig Schülern schmerzlicher empfindet. Zugleich steigerte sich,