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23. Drostc, Karl Eduard, zu Rüppeberg im Regierungsbezirk Arnsberg am2. Januar 1830 geboren, vorgebildet auf dem Gymnasium zu Duisburg, besuchtevom Herbst 1849 an die Universitäten zu Bonn und Berlin, war dann 14/- Jahrlang in dem Prediger-Seminar z» Wittenberg, vom Sommer 1835 an Pfarr-verweser und später Pfarrer zu Dülken und wurde Ostern 1858 hierher alsevangelischer Religionslehrer für die Realschule und das Königliche Gymnasiumberufen. Im Herbste 1859 folgte er einem Rufe als Pfarrer der Nikolaikirche zuBerlin, woselbst er später starb.
24. Pastor Dr. Drillst, Karl Friedrich Georg, geboren am 22. Oktober 1828 inWetzlar, Sohn des Gymnasial-Direktors daselbst, besuchte das Gymnasium in seinerVaterstadt und später nach Versetzung seines Vaters dasjenige in Duisburg bis zuseinem Abgange zur Universität 1848. Er studierte in Halle und Bonn Theologie bisOstern 1852 und nahm dann eine Erzieherstelle auf der Insel Rügen an. Vonda aus machte er sein erstes theologisches Examen in Stettin und erivarb sich denDoktortitel. Nach größeren Reisen in Deutschland, Schweden, Frankreich undEngland nebst längerem Aufenthalte in Paris kehrte er Ende 1355 in das Eltern-haus zurück. Nach bestandenem zweiten theologischen Examen wurde er 1857 vonder Gemeinde Barmen-Wichlinghausen zum ordinierten Hülfsprediger erwählt. 1860folgte er dann dem Rufe zu einer Religionslehrerstelle am Gymnasium und der Real-schule in Düsseldorf. Durch den Tod des Herrn Konsistorialrats Pastor Budde erwuchsihm daselbst außerdem noch eine reiche Thätigkeit in der Gemeinde; auch versah erspäter noch die Gefängnispredigerstelle. 1862 nahm er dann die Stelle eines deutschenPastors in Nymwegen in Holland an und 1869 ein gleiches Amt in Brüssel, woselbster noch wirksam ist. Neben Herausgabe einzelner Predigten und manchfacher Auf-sätze. in verschiedenen Zeitschriften ist er Verfasser eines Buches über die Magdalenen-sache. 1879 wurde ihm der preußische rote Adlerorden vierter Klasse und dasbairische Verdienstkreuz verliehen.
25. Axrnfrld, Julius Heinrich, Sohn des Kaiserlich Russischen Rates und ArztesOr. Leon Axenfeld, evangelischer Konfession, geboren den 20. Februar 1834 zuNowgorod-Sjewersk in Rußland, kam nach seines Vaters frühem Tode im Altervon 4 Jahren nach Berlin, wo er das Königlich Französische Gymnasium besuchte,und ging, mit dem Zeugnis der Reife von dem Königlichen Gymnasium in Stettinentlassen, Herbst 1854 zur Universität Hallo a. S., wo er evangelische Theologieund neuere Sprachen studierte; er beendete seine Studien auf der Universität Berlinim Sommer 1857. Dann wurde er Hofmeister der Söhne des Burggrafen zuDohna-Schlobitten, folgte demselben nach Ostpreußen, nahm später eine Lehrerstellean der höheren Töchterschule des Dompredigers Bursch in Königsberg i. Pr. an,wo er 1859 und 1860 seine beiden theologischen Examina und ein pädagogischesExamen bestand, wurde Hülfslehrer an dem Realgymnasium, genannnt Burgschule,und im Januar 1861 von dem Königlichen Konsistorium der Provinz Preußen nachSchlappe in Westpreußen als Pfarrgehilfe gesandt. Das Provinzial-Schulkollegiumder Rheinprovinz berief ihn 1862 als Neligionslehrer an das Königliche Gymnasiumund an das städtische Realgymnasium zu Düsseldorf. Von dort sandte ihn derevangelische Oberkirchenrat in Berlin zu Ostern 1864 als Pfarrer an die derpreußischen Landeskirche angeschlossene deutsche, evangelische Gemeinde zu Smyrna