Belgien, wo er, zugleich als Hauslehrer bei dem Grafen d'Outremont im Hennegaubeschäftigt, fünfviertel Jahre verblieb. Dann kehrte er nach Deutschland zurück,um am 1. Januar 1836 bei dem Kollegium zu Kempen eine definitive Lehrerstelleanzutreten, in welcher er bis zym September 1839 wirkte. Im Herbst 1839vertauschte er diese ordentliche Lehrerstelle mit einer solchen an der im Jahre zuvorunter dem Direktorate Dr. Heinens eröffneten Realschule zu Düsseldorf, an der erfünf Jahre lang arbeitete. Mit dem Schluß des Schuljahrs 1844 verließ er dieseAnstalt, dem an ihn ergangenen Rufe zur Übernahme einer Oberlehrerstelle beider Rheinischen Ritterakademie zu Bedburg Folge gebend. Nachdem er hier zwanzigund ein halbes Jahr hindurch, anfänglich als zweiter, dann als erster Oberlehrerthätig gewesen, wurde er Ostern 186k an das Gymnasium zu Düsseldorf versetzt,an welchem er weitere sechzehn Jahre lang im Lehrfache wirkte. Obgleich einemehr als fünfzigjährige Thätigkeit ihn dazu berechtigt hätte, gönnte er sich nochimmer keine Ruhe, bis eine kurze, schwere Krankheit am 4. Juni 1881 seiner Arbeitein unerwartetes Ziel setzte. Außer zwei Abhandlungen ,,vs L.stoiias ünidusao rsAionibus" und einer ergänzenden Abhandlung ,,vo ^.stolia aässeta", welcheer in den Programmen der Rheinischen Ritterakademie in den Jahren 1845,1852 und 1357 veröffentlichte, erschien von ihm im Buchhandel „Geographie fürGymnasien und höhere Bürgerschulen", Köln, 1858, DuMont-Schauberg.
3. Ficsch, Jakob, zu Eisenschmidt bei Trier am 27. Mai 1813 geboren, erhieltseine Vorbildung auf dem Gymnasium zu Trier, bezog 1835, nachdem er alseinjähriger Freiwilliger gedient hatte, die Universität Bonn, lieferte hier eine vonder philosophischen Fakultät gekrönte Preisschrift „Über die Gestalt und dieEigenschaften der Lichtwellen in zweiaxigen Krystallen" und bestand 1838 dasExamen p. k. lt.; darauf unterrichtete er ein Jahr lang als Kandidat am Gymnasiumzu Trier und wurde im Herbste 1839, „dem Direktor noch aus früheren Verhält-nissen in treuem Andenken," als Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaftenan die hiesige Realschule berufen. Sie verlor den liebenswürdigen Mann bereitsim Herbste 1342 infolge eines Rufes an das Trierer Gymnasium. Er bekleidetean letzterem eine Oberlehrerstelle und lieferte seitdem mehrere Abhandlungen mathe-matisch-physikalischen und astronomischen Inhalts teils in den Programmen des dortigenGymnasiums 1847, 1857, 1864, teils in Grunerts Archiv und Zahns Unterhaltungenfür Freunde der Astronomie. Die Behörden erkannten seine Tüchtigkeit durch den Pro-fessortitel an. Zur Begrüßung der 34. Versammlung deutscher Philologen erschien vonihm eineFestschrift: Resultate der meteorologischenBeobachtungen zu Trier 1849—1879,ein Beitrag zur Klimatologie des Trisr'schen Thals. Am 21. Juni 1879 starb er.
9. Dock, Johann Theodor Joseph, geboren zu Düsseldorf am 21. Oktoher 18V4;studierte, nachdem er das Gymnasium seiner Vaterstadt absolviert, an der UniversitätBonn zwei Jahre Theologie, übernahm dann, vorzugsweise durch die damaligen herme-sianischen Wirren veranlaßt, die Stelle eines Erziehers in der Familie desFreiherrn von Loö, wo er neun Jahre verblieb, vollendete darauf seine theologischenStudien zu Bonn und wurde am 31. Mai 1839 in Köln zum Priester geweiht.Kurze Zeit war er als Kaplan in Steele thätig, nachher wurde ihm die Stelle einesKaplans an der hiesigen Pfarrkirche zum heil. Maximilian und zugleich die Re-ligionslehrerstelle an der Realschule übertragen, welche er bis zum Jahre 1849