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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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Bestimmungen vom 31, März 1882 bei dieser Verbindung sämtlicheUnterklassen bis Tertia den gymnasialen Lehrplan annehmen müssen.(Vgl. zur Beobachtung des allmählichen Eindringens des Lateins undder Einschränkung der andern, namentlich der technischen Fächer denPlan 1.)

Mit dieser Umgestaltung hat sich gleichzeitig eine andere Um-wandlung auf konfessionellem Gebiete.vollzogen, die schwerlichirgend jemand geahnt oder gewollt hat. Als 1854 der Unterrichts-minister von Raumer den ausschließlich katholischen Charakter deshiesigen Gymnasiums entschied, wurde unter den Gründen auch derangeführt, daß der Charakter der Stadt ein katholischer sei. Ohnediese Frage weiter zu untersuchen, kommen wir doch bei der Betrachtungder Bevölkerung unserer höhern Schulen zu dem Ergebnis, daß hierwenigstens jetzt der Satz nicht mehr gelte. Es hat sich vielmehr dasVerhältnis so geändert, daß selbst auf den drei höhern Anstaltenzusammengenommen die evangelischen Schüler noch zahlreicher sind, alsdie katholischen (817 evangelische und 793 katholische Schüler). Aufder Realschule aber verhält sich ihre Anzahl beinahe wie 3 zu 1.Dies Verhältnis ist namentlich deshalb lehrreich, weil es einen Finger-zeig für die Bevölkerung giebt, die jetzt unsere Anstalt besondersbenutzt und mutmaßlich noch stärker benutzen wird, da ihre Interessenauf ein solches Gymnasium hingehen: Es ist dies die immer zahl-reicher werdende evangelische Bevölkerung. Anders waren die Ver-hältnisse früher. Der eigentliche Bürgerstand war damals wirklichkatholisch, die Mehrzahl der Schüler unserer Anstalt war es eben-falls, und deshalb überwog auch im Lehrerkolleg das katholische Element.Nur ein (Elementar)lehrer, der im Rechnen, Schreiben und Singenunterrichtete, war evangelisch, dazu natürlich der evangelische Re-ligionslehrer. Woher kommt nun die veränderte Zusammensetzung derstädtischen Bevölkerung? Einfach aus der Art ihres Zunehmens.Bekanntlich wächst dieselbe sehr rasch und wird jetzt reichlich 122 090Einwohner (ohne Militär) betragen, während sie vor 50 Jahren nur34 000 Einwohner zählte. Ungleich ist aber die Vermehrung innerhalbder beiden Konsessionen. Die evangelische Bevölkerung wächst rascherals die katholische, und der Zuwachs derselben, der besonders aus demBergischen einwandert, ist dnrchgehends wohlhabender. Nur daraus,daß die eingewanderte katholische Bevölkerung vorwiegend unbemitteltist, erklärt es sich, daß die Zunahme der katholischen Schüler auf den