Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
409
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Länge, meistens mit Sextanten anstellt, so inuss man folglichgleiche und entgegengesetzte Monddistanzen westlich undöstlich von der Sonne um die Zeit des ersten und letztenViertels herum anstellen; das aus ihnen hergeleitete arith-metische Mittel für die Länge, wird nicht nur beinahe gänz-lich von den Instrumental-Fehlern unabhängig sein, sondernauch von der Ungenauigkeit, der bei der Berechnungangenommenen Halbmesser der Gestirne; ebenso wird auchder Fehler der Mondstafeln, wenn auch nicht autgehoben,doch wahrscheinlicher Weise sehr verkleinert werden, weildieser Fehler im Laufe der Zeit sich seinem Werihe undZeichen nach verschiedenartig verändert.

4 !ens Man muss die Beobachtung, gar zu grosser Mond-distanzen sorgfältig zu vermeiden suchen, denn bei grossenWinkeln werden mehrere der Constanten Instrumental-Fehler des Sextanten, einen merklichen Einlluss habenkönnen.

5iens Eju kleiner Fehler in den Höhen der Gestirne hatkeinen merklichen Einlluss auf die Bestimmung der wahrenMonddistanz aus der scheinbaren; die ParallaXen und Re-fractionen muss man aber so genau wie nur irgend möglichberechnen, und desshalb muss man vordem Anfange und nachder Beendigung der Beobachtungen, den Stand des Barometersund beider Thermometer sorgfältig ablesen. Da ferner inder Nähe des Horizontes das Bild eines Gestirnes, immersehr unruhig ist und keine Präcision hat, auch die ent-sprechende Befraction aus den Tafeln nicht genau bestimmtwerden kann; so muss man solche Fälle beim Beobachtenzu vermeiden suchen, wo dass eine der beiden Gestirne näheran dem Horizonte, als 12° ist.

6 le:is Zuweilen inisst man Monddistanzen von Planelen,und bezieht dabei die Distanz gewöhnlich nicht auf denRand des Planeten, sondern auf die Bütte seines erleuchte-ten Theils, denn die Fernröhre im Reflexions-Instrumcuien