Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
408
Einzelbild herunterladen
 

;K» r

I

1

P-?!;' -''AKiSTJ:'»'*m !<?:«;£?*

JiiimL r . .

&r--i II:§1 «I

l| All 1

El v "l$

, ,- .V,- *}-:

l||

3,j n '

II a|>

gjißjp

iNiJi :

fcptl

fei': 1 '?$!

I

mm

408

deswegen so vollständig durchgeführt , um deutlich dieAnwendung aller unserer früher entwickelten Formeln aufjeden anderen Fall zu erläutern.

Allgemeine Bemerkungen. Die genaue Bestimmungder geographischen Länge eines Ortes mit Hülfe von Mond-distanzen hängt ab:

Istens Von der Genauigkeit, mit welcher die mittlere Zeitder Beobachtung bekannt ist; und deshalb muss man ein zu-verlässiges Chronometer haben, dessen Stand man gegenmittlere oder andere Zeit, immer kurz vor oder nach denBeobachtungen zu bestimmen hat.

2icns Von der Genauigkeit der directgemessenen Distanzder Münder der Gestirne; wozu es durchaus nothwendig ist,das Instrument genau zu berichtigen und nicht nur denIndexfehler, sondern auch andere Instrumental-Fehler, desgebrauchten Instrumentes so scharf als möglich zu bestimmen;vorzüglich aber, wenn man einen Sextanten zur Messungdieser Distanz anwendet, darf man den Exceniricitäts-Fehlernicht unberücksichtigt lassen.

ßcPiis Aber ungeachtet aller dieser Vorsichtsmaassregeln,wird es schwer sein, constante Felder zu vermeiden,wesshalb man die Beobachtungen so einrichten muss, dassdie Fehler grösstenteils, sich gegenseitig gegen einanderaufheben. Dieses erreicht man dadurch, dass man Distanzendes Mondes von Sternen beobachtet, die sich östlich undwestlich in beinahe gleicher Entfernung vom Monde befinden,und ausserdem noch, solche Sterne dazu wählt, deren Di-stanzen vom Monde, sich am schnellsten ändern. Jedochsind die Distanzen, die man zwischen Mond und Sonne beo-bachtet weit genauer und auch bequemer zu messen, als die-jenigen von Sternen, weil man das Berühren der Mündermit vieler Schärfe beobachten kann, und da man fernersolche Beobachtungen zur Bestimmung der geographischen