Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen
 

werden au? den Gleichungen (P) berechnet. M wird so be-stimmt: man zieht die Zeit jeder einzelnen Beobachtung vomMittel der Beobachtungszeiten ab, und nimmt mit den Dif-ferenzen (ohne das Zeichen zu beachten) aus der Tafelzur Reduction auf den Meridian (S. 39. der Schumacher'schenHülfstafeln) das jeder Differenz zugehörige m. Die Summedieser Zahlen ist IM. Das Zeichen von cos a. cos ß lässt sichso bestimmen: man rechnet die Stundenwinkel 15 Toder 15 frnach beiden Seiten des Südpunktes bis 180° und man macht

SZYl Ö

aus sin m und sin d einen ächten Bruch, also , wenn

sin rp

sin d < sin <f ist, oder sin '' . wenn sin d > sin y ist. Ist sinH

sin d '

grösser als dieser Bruch, so ist das Zeichen der Correctionnegativ, ist aber sin II kleiner, so ist das Zeichen derCorrection positiv. Wenn die Declinalion d negativ ist, soist auch die Correction immer negativ. Diese Regeln folgenunmittelbar aus der Bedeutung der Winkel: «, ß und H.

Beispiel. Am 7 i,n August 1845 wurden auf der St.Petersburger Sternwarte, mehrere doppelte Höhen des Ober-ilm! Unterrandes der Sonne gemessen; aus früheren Beo-bachtungen war zugleich bekannt, dass die tägliche Vor-eilung des Chronometers gegen mittlere Zeit = 11".0 war.und am 7 len August 1845 war es ungefähr um 6.5 Minutenzu früh gegen mittlere Zeil. Man erhielt dabei folgendeBestimmungen:

ScheinbareHöhe desO-Centr.

ChronometerZeit

Baroni.-Höhein engl. Zoll

Thermometerinneres äusseres

28° 3' 13"45 28 23

20' 5'10.023 26 38.7

30.0430.07

(13 6 lieom. -f-15.8 Reom.+14.5 +19.2

Die verflossene Zeit zwischen beiden Beobachtungen war= 3 ! 2T "28".7; zieht man hiervon 1",54 ab, oder die Vor-