Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
266
Einzelbild herunterladen
 

206

man bei der Ablesung am Horizontalkreise wegen des Col-

limationsfehlers anbringen inuss, wird = ±- sein, wo %'

sin %'

die scheinbare Zenithdistanz des beobachteten Gestirnes ist,§. 68. Seite 174. Band I.

Wir werden das Azimuth a, je nach den Umständen,von Süden nach Osten und nach Westen zählen; bezeichnetman dann durch 0 den Südpunkt des Meridianes auf demHorizontalkreise des Instrumentes, und durch b die Vernier-Ablesung an diesem Kreise bei der Beobachtung des Sternes,

welche schon durch die Werthe 0 undfür den Col-

sin z tg z

limationsfehler und die Neigung der Umdrehungsachse ver-bessert ist, so erhält man alsdann ganz genau 0 b ± a,wo bei der bereits in §. 66. S. 165. B. I. erwähnten Ordnungder Gradtheilung, man bei östlichen Azimuthen (~j-), beiwestlichen aber () nehmen inuss.

Hierauf inuss man das Azimuth des Mondes berechnen;fiir's erste wird man die Vernier-Ablesungen am Horizontal-kreise, bei der Beobachtung des Mondsrandes, für die Werthec i

und verbessern und dann wird man noch zu

sin z' C tg z' £

ihnen +? hinzulegen, um die Ablesungen am llorizon-

sin z C

talkreise auf das Mondscentrum zu reduciren; r ist hierbeider wahre oder geoccntrische Halbmesser des Mondes; z Cdie wahre Zenithdistanz des Mondes vom scheinbaren Ze-nith und z' C seine scheinbare Zenithdistanz auf dasselbeZenith bezogen; wenn nun der I stc (oder westliche) Banddes Mondes beobachtet wurde, und die Theilung, ebenso wiein §. 66. S. 165. Bd. I. erwähnt wurde, von links nach rechtszunimmt, so muss man bei r, das Zeichen () brauchen,dagegen aber das Zeichen (+) wenn der Il le (oder östliche)Rand des Mondes beobachtet wurde; nimmt man nun den