Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
250
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man für die mittleren Greenwicher Zeiten l -f- l und t' Vnach strenger Interpolation die geraden Aufsteigungen des

Mondes a und a'; so hat man ä =__ a a , welches

t' + l' (t -f- l)

der Werth sein wird, den man statt k in der früheren Formelbrauchen muss, um die genaue Ableitung zu erhalten; hier-bei ist es aber nöthig, dass der Fehler in der angenommenenLänge l nicht 5 Zeitminuten übersteige.

191. Wünscht man aber bei der Auffindung der Längeeines Ortes alle entsprechenden Beobachtungen, die an ver-schiedenen guten Sternwarten an demselben Tage mit denunserigen gemacht wurden, zu benutzen, so ist es in diesemFalle viel besser die Rechnung nachStruve's Methode zuführen, die vollkommen genau ist und darin besieht, dassman zuerst den Fehler der Tafeln, mit Hülfe der Beobach-tungen, die an guten Sternwarten angestellt wurden, verbes-sert, und darauf die genaue Länge des zu bestimmendenOrtes sucht, indem die genäherte, immer als bekannt voraus-gesetzt wird.

Es ist gleichgültig welche gerade Aufsteigungen derMondssterne man bei der Berechnung des geographischenLängenunterschiedes anwendet; sie müssen nur nahezu richtigsein, und für jeden einzelnen Stern, inuss eine für alle cor-respondirende Beobachtungsorte gemeinschaftliche AR diesesSternes gewählt werden; so kann man entweder diejenigenAR der Sterne annehmen, welche im Nautical Alinanacund im Berliner Astronomischen Jahrbuche gegeben sind,oder noch besser das Mittel aus den Beobachtungen derselbennehmen, welche am Beobachtungstage an verschiedenen gutenSternwarten gemacht werden. Vergleicht man die angenom-mene und die beobachtete AI1 eines jeden Sternes mit ein-ander, so erhält man für jeden Beobachtungsort die entspre-chende Abweichung; die Mittelzahl solcher bei verschiedenen