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1 (1888)
Entstehung
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Joseph Mendelssohn.

und Wissenschaften mit Eifer und Regsamkeit. Auch scheinter mir sehr glücklich, was in meinen Augen eins der erstenTalente des Gemüths ist, wenn ich so sagen darf, d.h.von der Art innern Glücks, das aus voller Lehenslust undThätigkeit des Geistes, nicht aus Beschränktheit und Gedan-kenlosigkeit entstellt." —

"Während der Besetzung Hamburgs durch die Franzosenerregten Mendelssohns das Missfallen derselben und musstenheimlich bei Nacht und Nebel in Verkleidungen die Stadt ver-lassen. Sie wandten sich nach Berlin, erweiterten dortdas Bankhaus, aus dem Abraham später ausschied, undBerlin blieb fortan der Wohnsitz der Familie. Josephbeschäftigte sich bis zuletzt in sehien Mussestunden be-ständig mit wissenschaftlichen Gegenständen, und noch alsGreis ergriff er manche ihm bis dahin unbekannte Zweigedes menschlichen Wissens mit grossem Eifer und ruhte nicht,bis er sie sich zu eigen gemacht. Bestimmend wirkte wohldabei auf ihn das universelle Genie A. v. Humboldt's ein, mitdem er bis an sein Lebensende eng befreundet war. EinesTages kam Humboldt sehr verstimmt zu ihm und theilte ihmmit, er müsse auszielin, sein Wirth habe ihm gekündigt, undsei ihm dies namentlich seiner vielen naturhistorischen Samm-lungen wegen sehr störend, deren Ein- und Auspacken unend-liche Arbeit verursache und nicht ohne Schaden abgehe. Jo-seph Mendelssohn hörte ihn ruhig an und sagte nichts, amNachmittag aber erhielt Humboldt einen Brief von ihm, „ersolle ungestört, solange er wolle, wohnen bleiben, er (Joseph) seijetzt sein Wirth, er habe das Haus gekauft." — Derartigegrossartige Ziige sehies Lebens Messen sich mehrere anführen.

Joseph hatte, wie sein Vater, das Glück eines schnellen,schmerzlosen Todes. Seine Nichte Eebecka, die zweite TochterAbraham's, schrieb darüber den 26. November 1848 an dieFamilie:„Joseph Mendelssohn ist gestern früh gestorben; sein Ende warso beispiellos glücklich wie sein ganzes Leben. Nur wenigeTage war er krank, nicht einmal bettlägerig, Tags zuvor hater sich noch mit Algebra beschäftigt, gelesen, die NachtziemMcli gut geschlafen; der Husten, an dem er einige Tage