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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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Ein Anderes ist es da, wo die Armen-Anstalt ihreEntstehung verdankt dem aus reiner Menschenliebe ent-springenden Willen Aller, daß Allen geholfen werde,daß sie nicht bloß geschützt werden gegen den Tod durchHunger und Kacke und Mangel an Obdach, sondernvielmehr behütet vor dem Abgrunde in welchen die Mcn->- sehen, eben aus Furcht vor jenen Ucbeln, sich nur zu leichthinabstürzen, um dann moralisch und physisch langsamHann abzusterben. Wenn hier auf der einen Seite Alleswas zu diesem Zwecke gegeben wird, auf die ersprießlichsteWeise und ganz dazu verwendet werden muß, so muß aufder andern Seite auch Alles beigetragen werden, was zur Er-reichung des Zweckes nothwendig erfordert wird. Und diesesist die Geschichte der Hamburgischen Armen-Anstalt von1788, von der es hier wohl am Ort ist, einige Worte zusagen.

Daß in einer Stadt wie Hamburg schon vor demJahre 1788 Armen-Anstalten gewesen, braucht freilichwohl nicht erst angeführt zu werden; aber wenn Klcfckcr(Einleitung zu den Armen-Verfassungen, in der Samm-lung Hamburgischer Gesetze und Verfassungen, Hamb. 1755,Bd. VIII. p, 027) meint:Die Stadt Hamburg scyals eine -Pflegerin der Armuth längstens berühmt gewesen,und ihre Stiftungen zur Versorgung derselben mit denPolizei-Anordnungen gegen die Gassen-Bettelei und gegendas lasterhafte Betragen des leichtfertigen und herrenlosenGesindels in alteren und neueren Zeiten, auch bis -auf denheutigen Tag voy der Bedeutung zu seyn gehalten wor-den, daß man sie zum Muster zu wählen, und zur Grund-lage noch erhabnerer Gebäude zu nehmen, der Stadt dieEhre bewiesen habe," so entspricht der Zustand, in wel-chem sich die also gepflegte Armuth im Jahr 1788 be-fand, diesem Lobe kcineswcgcs. Die Anzahl der Armen,welche der Staat im Rath- und Bürgcr-Convent vom 3tenOct. 1726 auf 2850 einheimischer Armen angegeben hatte,war im Jahr 1788 auf 5166, und, mit den Kindern, auf