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?Zyl angewachsen, die entweder, von Allem entblößt, vorKummer und Elend in ihren jämmerlichen Hütten vergin-gen, oder, der Mehrzahl nach, in ekelhaftem Aufzuge dieStraßen füllten, um ein Mitleiden zu erregen und inAnspruch zw nehmen, dessen sie nur wenig würdig waren.Dieser Zustand war es denn, welcher die Aufmerksamkeitmehrerer der angesehensten Bürger der Stadt auf sich zog,die mit dem tiefsten Schmerze es ansahen, wie so großeSummen, die alljährlich, durch wahre oder erheuchelte,durch verschuldete oder unverschuldete Leiden der Barmher-zigkeit entlockt wurden, so gar keine Frucht brachten. UnterZustimmung und thätiger Mitwirkung der Behörden tratensie zusammen, um eine gänzliche Umgestaltung des Armen-wcsens zu begründen. Sie nahmen dasselbe, so zu sagen,ganz aus den Händen des Staates, indem sie von diesemnichts verlangten, als eine gesetzliche Sanction ihrer Ver-fassung, und Bewilligung derjenigen Zuschüsse aus denSteuern, welche bisher zur Aufrechthaltung der Armen-Anstalten gedient hatten; Alles was sonst nöthig war,sollte durch die freiwilligen Beitrage der Privatwohlthätig-kcit herbeigeschafft werden, die auf der andern Seite darinErleichterung und Ersatz finden sollte, daß sie nicht mehrvon Schaarcn unverschämter Bettler heimgesucht wurde,und die Ucbcrzcugung gewann, daß dasjenige, was sie gab,würdige Anwendung finde. Allerdings war die Aufmerk-samkeit dieses neuen Armen-Collcgiums zuerst darauf ge-richtet, vor allen Dingen der drückendsten augenblicklichenNoth abzuhelfen; denn es sah wohl die Unmöglichkeit ein,bei Menschen, auf denen die Gegenwart mit allen denkba-ren Leiden und Entbehrungen lastete, mit der Zusage einerdauernden, aber erst langsam zu erwerbenden Hülfe, etwasauszurichten. Deshalb sehen wir dasselbe auch damit denAnfang machen, daß. es, in den 27 Winter-Wochen, vom25sten Ott. 1788 — 2ästcn April 178Y, über fünftchalb-tausend Hemden, nahe an neunhundert Betten und fasteben so viele Decken vertheilte, überhaupt aber für Anschaft