Ä^ahrcnd cineS fast anderthalbjährigen Auftnthalts aufdieser glücklichen Insel, wo der lange Genuß einer völligenSicherheit der Person und des Eigcnthums in allen Volks-classcn unzählige Kräfte menschlichen Fleißes in Thatigkeitgesetzt hat, und wo häusliches Glück, vom Studierzimmerdes Wcltwcisen bis zur Hütte des Tagelöhners hinab, jedeAnstrengung belohnt, zog eine so ansehnliche Masse geweck-ter Kräfte und genossener Glückseligkeit meine ganze Auf-merksamkeit auf sich. Ich sah mit entzückter Theilnchmungdie täglichen Wunder des Kunstfleißes, die beseelten Acuße-rungen des patriotischen Gemeinsinns, und jenes unbe-granzte thätigc Wohlwollen, unter Ihren Landcslcutcn sogangbar und geläufig werden, daß sie selbst kaum denweiten Umfang ihres Einflusses bemerken. Jedem vonIhnen, meine verehrungswnrdigcn Freunde, hatte ich be-sondere und persönliche Verbindlichkeit für den Unterricht,den ich zu wünschen mich so dringend aufgefordert fühlte.Sie waren es, die mich in Ihre Hospitaler, Arbeitshäuser,Magdalcncnhäuscr^), in Ihre neuangelcgten Gefangnisse
») So nennt man in Englank die menschenfreundlichen Anstal-ten, die mit allen dem Zartgefühl, das man verführterUnschuld, und mit der Achtung, die man aufrichtiger Reueschuldig ist, den »erirrten unglücklichen Geschöpfen, die manso unrecht Freudenmädchen nennt, ein Nettungsmittel an-bieten, wo ihr Name selbst dem Aufseher des Hauses un-bekannt bleiben darf, welches diese bcdaurenswürdigen Opferder allgemeinen Jmmoralitat nicht selten als gute Dienst-boten wieder «erlassen haben, und von wo ans manche zurWürde einer guten Hausmutter zurückgekehrt sind.
Anm. d. Verf.
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