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der Aufsicht des Armcncollegii stünden, konnte vielleichtein gutes Ersatzmittel der unter unfern Armen so seltenanzutreffenden Wirthschastlichkcit seyn. Es wäre sogarrathsam, die auf diese Art gesammelten Gelder in Em-pfang zu nehmen, und den wohlthatigen Gesellschaften nichtnur mehr als übliche, sondern selbst doppelte Zinsen zugeben. Wenn die Anstalt dabei jährlich einige tausendMark aufopferte, so würde sie dadurch eine Einrichtungallgemeiner machen, die mit der Zeit eben so viele tausendFamilien von der Notwendigkeit retten würden, der öf-fentlichen Milde zur Last zu fallen.
Zeitige Bezahlung der Hausmiethe, oder Einlösungversetzter Pfänder, u. s. f. würde manche Familie retten.Aber dergleichen Wohlthatcn, wobei Vieles auf Zeit undUmstände ankommen muß, können nicht Gegenstande desganzen Armcnsystcms werden. Man muß sie einer bcson-dern Deputation übergeben, die aus Männern bestehenmuß, welche die Gefahr vollkommen einsehen, die mit ver-kehrter Anwendung der Mildthatigkeit verbunden ist.
Auf die Vermehrung der Beschäftigungen für Kinderweiblichen Geschlechts, z. B. Fristen, Kleidcrmachen ?c.und jede leichte Vorarbeit für die Manufacturcn des Lan-des, sollte besonders Rücksicht genommen werden.
Eine sorgfältige sittliche Erziehung aller der Kinderwürde unstreitig das wirksamste Beförderungsmittel desGlücks der nächsten Generation seyn. Zu diesem wün-schenswürdigen Zwecke könnte die Anlage mannlicherund weiblicher Scminarien der erste Schritt wer-den. Ich glaube, wir sind in diesem Stücke überall nochweit zurück, etwas weniger aber doch in Deutschland alsin irgend einem mir bekannten Lande.
Besondere Einrichtungen und Zimmer für Wartung derjungem Kindern, wahrend des die Eltern oder Elterngeschwi-stcr zur Arbeit gehen, dergleichen oben gedacht sind, würdensehr viel zur Gesundheit der Kinder und zur Erleichterungdes Erwerbs für die Mütter und altern Kinder beitragen.