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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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Mit Vergnügen verfolge ich diese allmähligen Fort-schritte, wodurch unsere Anstalt, nachdem sie den erstenBedürfnissen der Armen abgeholfen hatte, uns in Standsetzte, einen großem Theil unserer Fonds und unsererSorgfalt auf eins der wirksamsten Mittel zur Verminde-rung der Armuth, auf die bessere Erziehung derKinder, zu verwenden.

Im Jahre 1788 war ein Entwurf vorgelegt undgenehmigt worden, mit dessen Ausführung wir jetzt denAnfang machten, der aber noch manche Verbesserung ver-tragt. Cr ist Seite IM der Nachrichten befindlich.

So weit waren wir damit im Jahre 179Ü gekommen.

Wir hatten vrcierlci Arten von Schulen errichtet; dieEine für Kinder, die keine andere Beschäftigung hatten.Nach gehöriger Verthcilung der Geschlechter und Alter,wurden sie wieder in gewisse Classem gctheilt, in welchenihre Beschäftigung mit den Jahren sich änderte. Spinnen,Stricken, Weben und Nähen wurde ihnen in den verschie-denen Elassen der Arbeitsschule beigebracht. Wir sorgtenaber dafür, daß der Schulunterricht in Sittlichkeit undReligion mit dem Wachsthum ihrer Arbeitsfähigkeit gleichenSchritt hielt; so, daß wir sie in dem Alter von sechszchnJahren mit Sicherheit zum Dienst in anständigen Familienempfehlen konnten. Wir hatten das Glück, in den Jahren1792 und 93 ungefähr 260 Mädchen und Knaben inDienst zu bringen, die wenig Jahre vorher mit Lumpenund Ungeziefer bedeckt, äußerst kränklich und sittenlos ge-wesen waren. Die Meisten darunter sind gut eingeschlagen.Die Knaben gingen zur See und in verschiedene Hand-werke. Die Anzahl der bis zum Jahr 1793 in den Schulenbefindlich gewesenen Kinder war 20M.

Wir machten es uns nicht bloß zur Pflicht, die Er-ziehung dieser Kinder ganzlich zu vollenden; sondern, wennsie wieder aus dem Dienst gingen, reichten wir ihnen nochferner auf eine Zeitlang diejenige Unterstützung, wodurch