Die Abstellung des Bcttclhandwcrks war, sobald sie bekanntwurde, unserer Stadt so vortheilhaft, daß man im Jahre1792 nur bloß 120 Landstreicher mit einem Zchrpfcnnigweiter schickte, da sich ihre Anzahl im Jahre 17Y1 auf272 belaufen hatte.
Nicht nur die Anzahl der Kranken unter unfern Ar-men war von 3710 allmählig auf 2572 im Jahre 1793gefallen, sondern die Sterblichkeit unter den Kranken hattesich auch in folgendem auffallenden Verhältnisse vermindert:Im Jahre 1788 — 89: 7 Procent.
- - 1789 — 90: ü -
- - 1790 — 91: 5 -
- - 1791 — 92: -
Die mcdicinische Privatanstalt, die vor der unsrigen dawar, hatte ein Verhältnis' der Sterblichkeit zu 11 Procent.Mögen alle Gutdenkcnde und Menschenfreunde das herz-liche Vergnügen mitempfinden, womit ich diese Thatsachenerzähle!
Die bessere Kleidung der Armen wurde jetzt meistensauf die Kinder eingeschränkt, deren Lumpen nun allein anständige Tracht verwandelt wurden. Und doch warder Betrag der drei letzten Jahre nicht über 10100 Markjahrlich.
Die Spinnschulcn für die Erwachsenen konnten jetztwegfallen. Man hatte 335st Spinnräder an solche ver-theilt, die sich zum Spinnen geschickt bewiesen hatten.Einige Hunderte von diesen wurden beständig, und alledann und wann, mit Spinnen beschäftigt, wenn sich näm-lich für sie keine einträglichere Arbeit fand. Der Betragaller Kosten, welche die Beschäftigung der Armen betrafen,war in den drei letzten Jahren, mit Inbegriff des Absatzesdet verarbeiteten Waaren, 10000 Mark jährlich. Wirmachten die Berechnung, daß es uns nur etwa drei Thalergekostet habe, den Armen die Mittel zu verschaffen, imschlimmsten Falle doch immer ungefähr dreißig Thalerjährlich zu erwerben.