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fleißigen Arbeiter dabei zu Muthe werden, der, bei deräußersten Anstrengung seiner Kräfte, kaum die bloßen Le-bensbedürfnisse sich erwirbt, wenn gleich neben ihm dieTrägheit in unverdientem Wohlstande lebt, und erntet wosie nicht gcfäet hat!
Es ist buchstäblich wahr, daß da, wo Niemand vorMangel umkommen kann. Viele trage und unthätig seynwerden; und daß der natürliche Lauf der Dinge in neunund neunzig Fällen unter Hunderten, den Dürftigen zurArbeit würde genöthigt, und ihm vielleicht sein Auskom-men würde verschafft haben, wenn nicht Mitleid/ gleicheinem ungeschickten Arzte hinzugetreten wäre, und durchein Palliativmittel die gründliche Heilung verhindert hatte.Ich glaube daher, daß wir mit Recht den glücklichen Er-folg, den ich jetzt in dex Rechnung des letzten Jahres dar-legen will, unserer Beharrlichkeit bei diesem ersten Grund-sätze zu verdanken haben. Vom Anfange des Jahrs 1792an, überzeugten wir uns von seiner heilsamen Wirkung.
Im Jahre 1793 war die Anzahl unserer armen Fa-milien auf 3234 gesunken, folglich auf mehr als ein Sechs-theil weniger, als ihre Summe zu der Zeit der erstenEinrichtung unsers Armenwcsens betrug. Die Summeihrer Unterstützung an Geld und Hausmiethe belief sichauf 154856 Mk., welches 22754 Mk. weniger macht, alsder Belauf der ersten Jahre.
Dieser Unterschied, gründet sich indcß so wenig aufeine größere Sterblichkeit unter den Armen, daß wir imGegcnthcil die erwünschtesten Folgen nicht nur von unsererfrühen Hülfe in Krankheiten, durch Pflege, Arznei undbessere Diät, vor Augen sahen, sondern, was unstreitigbedeutender ist, durch die Reinlichkeit und größere Bequem-lichkeit der Kleidung, durch wärmere Wohnungen, unddurch den erstaunlich großen Einfluß, welchen arbeitsameThätigkeit auf die Gesundheit hat. In dem Jahre vonvon 1790 bis 91, belief sich die Zahl der Neuaufgenom-menen auf 431; in dem Jahre 1792 bis 93 nur auf 119.