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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
Seite
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blieb dieser Bogen alle Zeit in den Händen des Armen-Pflegers, nachdem der Inhalt desselben tabellarisch in desVorstehers Buch eingetragen war, welches alle die Armender sechs Bezirke, und die Angabe ihrer wöchentlichen Un-terstützung enthielt. Sodann erhielt der Vorsteher wöchent-lich eine Rechnung über das, was der Armenpfleger zudieser bestimmten Unterstützung, zur gelegentlichen Hülfefür die Kranken, bei außerordentlichen Vorfällen und anAlmosen für solche Arme brauchte, deren Lage noch nichtzu erforschen stand. Diese Rechnung des Armenpflegcrswurde von dem Vorsteher bescheinigt, und dann an dieHauptcasse zur Bezahlung eingesandt.

Die Hauptcasse zieht jede Woche ihre Bilanz, undlegt sie alle Monate dem Armcncollegio vor. Zugleichgeben dann auch die zehn Vorsteher ihre Abrechnungenein; und beide coutroliren einander dergestalt, daß keinJrrthum möglich ist/

Jeden Sonnabend werden die Bücher geschlossen; undvon den sehr zahlreichen Posten, die von der. Hauptcassein Jahrsfrist ausgezahlt werden, läßt sich auch der kleinstein einer Viertelstunde auffinden.

Gar bald fand man die Zahl von zehn Armenvor-stehcrn zu geringe, und nahm noch fünf andere aus denArmenpflegern gewählte hinzu, welche nun zusammen einCollcgium ausmachen, das über die Arbeits - Anstalt, überdie Schule, über die Besorgung der Kleidungsstücke undüber die Armcnpolizei die Aufsicht hat. Für jede dieserAngelegenheiten sind einige Bediente angestellt, die Vor-steher halten darüber ihre bcsondern Bücher, und schickensie alle Monat an die Hauptcasse und an das Armencolle-gium ein. .

Die besonder» Rubriken jeder Art von Ausgaben wer-den von einander so getrennt gehalten, daß sich keinbesonderer Thcil des Ganzen denken läßt, wovon dieAuskunst in einer gewissen gegebenen Zeit nicht sogleichauszumitteln stünde.