eingeschränkt sind, sondern auch für manches arbeitsameund in bcsserm Erwerb stehende Ehepaar, zu schwer, injedem Falle, für Wittwen.
Es waren zweierlei Mittel möglich für sie zu sorgen:entweder solche Kinder in ein Armenhaus aufzunehmen,oder der Mutter ein Gewisses an Gclde zu geben.
Man war sehr abgeneigt, das Erste zu thun; dennda wären die armen Mütter nur noch unglücklicher gcwor-den. Möchten doch alle Schutzrcdncr solcher Häuser, wiesie gewöhnlich sind, überlegen, ob die Vortheilc,welche sie gewähren können, ein Ersatz für die Erziehungdes Herzens scyn können, welche die Natur in jenen Hüt-ten der Armuth gewährt, wo beide Theilc einander so noth-wendig werden, und wo rührende Erweisungen elterlicherund kindlicher Zärtlichkeit nicht selten zur Sitte gewordensind! Möchte doch der menschenfreundliche und philosophi-sche Armenpflcgcr durch die Lumpen und den Schmutz desbleichen Elendes hindurchschen, die Opfer berechnen, diedort täglich in manchen Familien, und von den Nachbarnunter einander, dargebracht werden, und das Entzückenmit genießen, womit eine Mutter ihren Sohn umarmt,den sie die Krume Brodcs verschlingen sieht, welche sieihrem eignen Hunger versagte; so würde ihn die Geschichteder Armen mit der menschlichen Natur aussöhnen, wennihn die Reihe von Verbrechen ganz mißmüthig gemachthat, welche die Blatter der Weltgeschichte schwärzen.
Auf der andern Seite hingegen ist es nur allzuwahr,das Elend und Trunkliebe, besonders bei den männlichenArmen, gar leicht Vernachlässigung ihrer unglücklichen Kin-der zur Folge haben; und man kann es nicht leugnen, daßauf diese Art manche Kinder dem Elende und der Unsitt-lichkcit zum Opfer werden.
Ucberall, wo sich Kinder unter sechs Jahrenin dieser unglücklichen Lage befanden, dachte man darauf,sie bei den Armen besserer Art unterzubringen: und eS