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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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welches aus zehn Armenvorstehern bestand, die aufLebenslang erwählt wurden.

In ihren Versammlungen, zu welchen, nach der ein-mal eingeführten Vcrwaltungsart öffentlicher Geschäfte inHamburg, noch verschiedene andere Mitglieder des Staatshinzugefügt wurden; ward in der Zeit von einem halbenJahre der ganze Plan des neuen Armcnwesens angelegt j

und vorbereitet.

Für die gedachten hundert und achtzig Armenpfle-g e r wurde eine nähere und umständliche Erläuterung überdie Grundsätze und Einrichtung der neuen Armcnanstalt,und über ihre Geschäfte bekannt gemacht.

Thatige Bcihülfe war das erste Augenmerk. Dennman hielt sich überzeugt, daß es grausam sey, der Betteleisteuern zu wollen, wenn man nicht vorher wirklichem Man-gel abgeholfen hat. Aber zu eben der Zeit, da man aufdiese Unterstützung bedacht war, wurden auch Vorkehrun-gen gemacht, daß keiner einen Schilling erhielt, den erselbst zu verdienen im Stande gewesen wäre.

Dieß ist dicGrundlage jeder wahren undzweckmäßigen Fürsorge für die Armen. Mitihr muß jede Armen a n stalt stehen oder fa llen,und der Segen oder der Fluch der gcringernVolksclasse werden.

Die Armcnpflegcr erhielten gedruckte Fragen, die siejeder armen Familie vorzulegen hatten. Die Antwortenwurden in die leer gelassene Spalte des Bogcns geschrie-ben, und durch persönliche Besuchung und das Zeugnißihrer Nachbarn beglaubigt.

Manche dieser Fragen waren darauf abgesehen, denungefä hren Erwerb jeder Familie zu erfahren; aber dieß ^

war so leicht nicht zu bewirken.

Wenige Antworten waren aufrichtig und zuverlässiggenug; und da die Armen ihren Vorthcil dabei sahen,ihre Arbeitsfähigkeit so geringe als möglich anzugeben, sobrauchten sie alle die Kunstgriffe, welche ihnen durch die