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Über die Hamburgische Armenanstalt von 1788 - 1794
Entstehung
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desselben überzeugt ist; und theils ist Niemand dazu be-rechtigt, dem ganzen Gemeinwesen die Ausführung irgendeines wichtigen Planes eher zu empfehlen, als bis manihn vorher schon im Kleinen versucht hat, und bis seineTheile gewissermaßen zur unmittelbaren Anwendung orga-nisirt sind.

Hamburgs obrigkeitliche Personen unterzogen sich die-sem Geschäfte mit einem seiner Erheblichkeit mäßigen Eifer.Man wurde über den Grundriß eines Entwurfs einig.Es wurde beliebt, daß diejenigen Summen, die bisher vonden verschiedenen Kirchcnvorstchern zu Almosen verwandt,und die Einkünfte, deren Verwaltung mit dem Werk-und Zuchthause verbunden gewesen waren, unter Eine ge-meinschaftliche Verwaltung gebracht, und mit denen Sum-men vereint werden sollten, die von der Milde einzelnerPersonen durch angestellte Sammlungen würden aufge-bracht werden.

Die Repräsentanten der Bürgerschaft gingen in alleHäuser ihrer Kirchspiele, und ersuchten um jährliche Un-terzeichnungen. Jeder Einwohner ging wcchselswcise wö-chentlich in seinem Bezirk umher, und sammelte bei seinenNachbaren; und die angesehensten Männer setzten eineEhre darin, diese wöchentlichen Sammlungen in eigenerPerson anzustellen.

Die ganze Stadt wurde, nach einer vorläufigen Be-rechnung der Armenzahl in ihren verschiedenen Theilen,in sechSzig Bezirke gethcilt, deren jeder ungefähr eine gleicheZahl von Armen enthielt.

Für jeden Bezirk wurden drei Bürger als Armcn-pflcger auf drei Jahre erwählt; und die Anzahl bemittel-ter und angesehener Manner, die sich selbst zur Ucbernahmeeines so mühsamen Geschäftes anboten, wird auf immerein glänzendes Blatt in den Jahrbüchern Hamburgischcr. Bürgertugend anfüllen.

Fünf Mitglieder des Senats und Ein Syndicus über-nahmen den Vorsitz in dem großen Armcncollcgi u m,